2. April 2025

Management auf den Punkt gebracht!

Ideen umsetzen

INSPIRATION: In einem umfangreichen Beitrag im Harvard Business Manager erklären drei Innovationsmanager, wie große Unternehmen dafür sorgen können, dass aus guten Ideen auch ein Geschäft wird. Nun muss man diese Tipps einfach nur umsetzen, oder?

Alle können wir hier nicht wiedergeben. Aber hier die interessantesten, sortiert nach den typischen Problemen, die Ideengeber in großen Unternehmen haben (Innovationen: So werden aus Ideen Geschäftsmodelle):

  • Große Organisationen sind nicht sonderlich risikofreudig, und gerade radikale Innovationen erfordern Mut, weil bei ihnen das Scheitern wahrscheinlicher ist als bei kleinen Verbesserungen. Zudem erfordern sie meist ein deutlich größeres Budget. Wer aber den „Expeditionstrupp“ mit unzureichenden Ressourcen ausstattet, um den Schaden im Misserfolg möglichst gering zu halten, der schickt ihn unweigerlich in den Untergang.
    Was tun? Sich für eine klare Strategie entscheiden und dann diejenigen Projekte mit ausreichend Ressourcen ausstatten, die zu dieser Strategie passen. Mit anderen Worten: Nicht jeden Trupp losschicken, sondern nur den, der auch dem richtigen Ziel dient.
  • Ideen werden verfolgt, weil sie viele Anhänger haben oder besonders toll klingen. Aber wichtig ist, dass sie einem übergeordneten Kundeninteresse dienen. Also müssen die Vertreter der Idee einen Beweis für den Kundennutzen liefern. Eine schöne Methode: Richten Sie eine Art Kundenbeirat ein, der die Ideen immer wieder auf ihren Nutzen überprüft.
  • Die Hierarchie entscheidet zu langsam, möchte aber immer mitreden. Also brauchen die Projektteams Autonomie, die aber schürt Ängste bei den Verantwortlichen, die gerne die Kontrolle über die Aktivitäten und vor allem die Ausgaben haben wollen.
    Dem begegnet man, indem die kleinen Teams sich klare Ziele und Zwischenziele setzen sowie ihre Aktivitäten und Entscheidungen stets sorgfältig digital dokumentieren. Das schafft maximale Transparenz und sorgt für die ersehnte Sicherheit beim oberen Management, das sich so stets über den Fortschritt informieren kann.

Die Teams

  • Es sitzen die falschen Leute im Team – weil die Bereiche sich schwer tun, ihre Topleute abzugeben. Bei einer Bank führte man den Digital Jam ein: Mitarbeiter jeder Ebene konnten sich mit Ideen an einem Wettbewerb beteiligen, die besten 100 wurden zu einem Sprintformat ausgewählt, in dem sie in kleinen Teams an den Ideen weiter arbeiteten. So konnten kreative Köpfe auffallen und sich bekannt machen, sie sind im Fokus der Innovationsmanager und können direkt angesprochen werden.
  • Das Neugeschäft passt nicht in die Organisation – wenn das neue Produkt oder die neue Dienstleistung marktreif ist, aber nicht in das bisherige Portfolio passt – was dann? Eine Idee: Die Gruppe, die sie entwickelt hat, bekommt den Status eines Start ups und der Konzern wird erster Kunde der neuen Einheit – dieser also zum Lieferanten.

Na, ist etwas für Sie dabei? Wie bei allen Ideen so auch hier: Sie müssen umgesetzt werden.

Teile diesen Beitrag:

Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

Alle Beiträge ansehen von Johannes Thönneßen →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert