21. Mai 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Kommunikations-Soziogramm

PRAXIS: Eine Übung, mit deren Hilfe die Kommunikationsbeziehungen in Teams deutlich werden und damit untereinander geklärt werden können. Sie ist geeignet für Gruppen einer Größe zwischen 8 und 15 Personen und besteht aus vier Schritten:

  1. Bei der Anmoderation erklärt der Moderator, wozu das Tool dient. Wichtig ist dabei, die Zielsetzung klar zu beschreiben. Sodann wird die Leitfrage gestellt, also z.B. „Zu welchen der anwesenden Personen haben Sie wichtigeKommunikationsbeziehungen?“ und „Wo besteht Gesprächs- bzw. Handlungsbedarf?“
    Auf einer Pinwand werden die Namen aller Anwesenden entsprechend ihrer Sitzordnung im Kreis aufgetragen. Die Aufgabe lautet dann, mit Pfeilen (jeweils von sich selbst ausgehend) die wichtigen Beziehungen einzuzeichnen. Zudem werden die Pfeile mit Zahlen von 1 bis 10 versehen, wobei die 1 für viel Klärungsbedarf, die 10 für die optimale Beziehung steht. Jeder Teilnehmer klärt für sich, welche Pfeile er einzeichnen und mit welcher Zahl er diese versehen will.
  2. Der Moderator bittet die Teilnehmer, mit unterschiedlichen Farben ihre Pfeile und Zahlen einzutragen.
  3. Nach Fertigstellung des Diagramms werden die Teilnehmer gebeten, das Bild zu kommentieren. Dabei geht es nicht um einzelne Beziehungen, sondern um den Gesamteindruck.
  4. Die Teilnehmer treffen sich auf dem Marktplatz zu Zweier-Gesprächen. Empfohlen wird, lieber ein bis zwei längere Gespräche zu führen mit den Personen, mit denen man etwas Wichtiges zu klären hat. Für die Phase wird eine Stunde zur Verfügung gestellt. Zur Unterstützung helfen folgende Leitfragen:
    • Schildern Sie sich gegenseitig, wie Sie zu der Bewertung gekommen sind und nutzen Sie dabei möglichst konkrete Beispiele.
    • Überlegen Sie gemeinsam, was Sie verändern müssen bzw. vom anderen erwarten, um auf Werte von 9 oder 10 zu kommen. Wenn das nicht möglich erscheint, dann wenigstens, wie Sie den Wert um 1 bis 2 Punkte verbessern könnten.

Noch einmal: Wichtig ist die Formulierung der Aufgabe. Je „ich-näher“ die Fragestellung ist („Meine schwierigsten Kommunikationsbeziehungen“), desto höher ist die Betroffenheit. Ich-ferne Formulierungen („Schnittstellen meines Bereichs“) lösen weniger Betroffenheit aus.


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(nach: Claudia Bingel/Christian Berndt: Kommunikations-Soziogramm, aus: Armin Rohm (Hrsg.): Change-Tools II, managerSeminare 2011, S. 232-237)

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