23. Juni 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Kreative Konfliktlösungen

REZENSION: Peter Röhrig / Martina Scheinecker (Hrsg.) – Lösungsfokussiertes Konflikt-Management in Organisationen. Methoden und Praxisbeispiele für Konfliktlösung zwischen Einzelnen, in Teams und Organisationseinheiten. managerSeminare 2019.

Bevor es richtig los geht und kreative Methoden für das Konflikt-Management für die diversen Phasen der Konflikt-Bearbeitung beschrieben werden, stellen die Autoren auf gut zwanzig Seiten sehr übersichtlich und nachvollziehbar ihren Ansatz der Lösungsorientierten Konfliktbearbeitung vor. Dazu werden Grafiken verwendet und die Entwicklung von den Anfängen der Lösungsorientierung durch Steve de Shazer und Insoo Kim Berg bis heute zur Lösungsorientierten Praxis 2.0 erläutert.


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In diesem Zusammenhang werden auch verschiedene Definitionen von Konflikt diskutiert und die Bedeutung der Haltung gegenüber der reinen Anwendung von Methoden als „Rezept“ erläutert. Dem Untertitel wird ebenfalls Rechnung getragen und der Organisationsbegriff geklärt. Ein zweieinhalbseitiges Literaturverzeichnis ermöglicht das eigenständige Studium weiterführender und vertiefender Werke. Ein Übersichtsmatrix verfeinert das Inhaltsverzeichnis durch Empfehlungen, in welchem Setting eine Methode sinnvoll eingesetzt werden kann.

Drei Abschnitte

Die 29 ausführlich dargestellten Methoden werden in drei Abschnitte gegliedert:

  • Orientierung verschaffen, Ressourcen und Beziehung stärken
  • Zukunftsbilder gestalten und Lösungen finden
  • Mit Lösungsfokus an Konfliktthemen arbeiten

Jeweils zu Beginn eines Kapitels sind die folgenden Methoden mit einem Satz aufgelistet. Das hilft mir in der Regel, mich an diese Methode zu erinnern und somit, mich schneller zu orientieren. Die jeweiligen Methoden sind gleichbleibend strukturiert erläutert:

  • Kurzbeschreibung
  • Rahmen
  • technische Hinweise
  • Anlässe und Anwendungsbereich
  • Zielsetzung und Nutzen
  • ausführliche Beschreibung
  • Praxisbeispiel
  • weiteres Vorgehen (wenn angezeigt)
  • Erfahrungen und Kommentare
  • Quellen

Unter der Bezeichnung „Anwendungsbereich“ verbirgt sich ein Hinweis, bis zu welcher Eskalationsstufe nach Glasl die Verwendung empfohlen wird. Gerade bei kreativen Methoden wie den hier vorgeschlagenen verwundert es mich nicht, dass selten eine höhere als die Stufe vier angezeigt ist. Erwähnenswert ist noch, dass es Material zum Downloaden gibt, das die Umsetzung der Methode leichter macht. In der Marginalspalte wird an entsprechender Stelle darauf hingewiesen. Im hinteren Teil des Buches stellen sich die Autor*innen kurz vor und ein Stichwortverzeichnis hilft weiter bei der Orientierung in den Methoden und zu Grunde liegenden Theorien.

Aus diesem Buch:

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