4. April 2025

Management auf den Punkt gebracht!

Tauschen

PRAXIS: Der Weg zur Konfliktlösung führt über eine Mediation. Aber manchmal arbeitet man auch nur mit einer Partei, und dabei hilft das „Tauschen“ dem Coachee, sich in die Situation seines Gegenübers zu versetzen.

Die Form ist die eines fiktiven Dialogs. Dazu nutzt der Coach zwei Stühle, die sich gegenüber stehen.


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  1. Im ersten Schritt nimmt der Coachee auf einem Stuhl Platz und schaut in Richtung des anderen Stuhls. Der Coach nimmt eine neutrale Position ein. Der Coachee formliert seine Bedürfnisse und Empfindungen gegenüber dem fiktiven Konfliktgegner. Dabei unterstützt ihn der Coach, indem er die Aussagen bei Bedarf präzisiert oder verstärkt.
  2. Der Coachee wechselt den Platz, der Coach stellt sich hinter den nun leeren Stuhl. Von dort wiederholt er die Aussagen des Coachees mit seinen Worten in der Ich-Form. Anschließend begibt es sich wieder in die neutrale Position.
  3. Der Coachee beschreibt nun seine Eindrücke, diesmal aus der Sicht des Konfliktgegners. Dabei spricht er in Richtung des leeren Stuhls, auf dem er zuvor gesessen hat. Der Coach unterstützt wieder seine Aussagen.
  4. Anschließend wechselt er wieder auf „seinen“ Stuhl, während sich der Coach hinter den Stuhl des fiktiven Konfliktgegners begibt. Von dort wiederholt er die wesentlichen Aussagen und wechselt anschließend in die neutrale Position.
  5. Der Coach bittet den Coachee, seine Eindrücke wiederzugeben, fragt, ob er Neues erfahren oder Überraschendes gehört hat. Und er fragt, ob der Coach der anderen Partei noch etwas mitteilen möchte.
  6. Zum Abschluss reflektieren Coach und Coachee das Geschehene.

(aus: Roland Fritz / Michael Klenk: Einzelgespräche – Teil 2. Zeitschrift für Konfliktmanagement 6/2016 S.212/213)

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Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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