21. Juni 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Trend-Canvas

PRAXIS: Wie können Unternehmen aktuelle Trends rechtzeitig aufspüren? Am besten, indem sie ihre Mitarbeiter einbeziehen und diese dazu anhalten, ihre Beobachtungen festzuhalten. Ein Trend-Canvas hilft, den Blick zu öffnen und regelmäßig den Fokus auf die Zukunft zu lenken.

So eine „Leinwand“ sollte nicht von einer Person gepflegt werden, sondern von möglichst vielen – entweder von Mitarbeitern unterschiedlicher Abteilungen oder sogar von allen – je nach Unternehmensgröße. Sie kann über eine Kollaborationssoftware gefüllt werden, aber auch analog auf einem Whiteboard, das in einem zentralen Besprechungsraum hängt.


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Ein Trend-Canvas besteht aus sieben Feldern, die zentrale Frage für die ersten fünf Felder lautet: „Welche Trends gibt es, die für unser Unternehmen wichtig sind?“ Die Titel der Felder sind:

  • Zyklische Änderungen: Trends, die wiederkehren so wie Röhrenjeans, Venylplatten usw. Hierzu gehören auch Wirtschaftskrisen oder Jahreszeitenwechsel
  • Lineare Änderungen: Dinge, die sich stetig verändern so wie steigendes Lebensalter oder der Energieverbrauch pro Person
  • Exponentielle Änderungen: Dinge, die sich viel schneller entwickeln wie z.B. die Rechengeschwindigkeit von Computern
  • Harte Trends: Dinge, die mit Sicherheit stattfinden und unveränderbar sind wie der Klimawandel, das Älter-werden der Bevölkerung
  • Weiche Trends: Dinge, die sich möglicherweise ändern, die aber steuerbar sind und je nach Lage doch nicht stattfinden oder anders als angenommen verlaufen können (weil z.B. Gesetze geändert werden) wie z.B. Immobilienpreise, Einwanderung, Extremismus, autonomes Fahren…

Neben diesen fünf Trend-Arten gibt es zwei weiter Felder, die da heißen:

  • Gewissheiten: Gemeint sind Faktoren, die auf jeden Fall auftreten und Trends beeinflussen, z.B. bestimmte Stichtage wie Wahlen oder Gesetzesänderungen (wie z.B. die Änderung der Umsatzsteuer)
  • Ungewissheiten: Faktoren, die sich auswirken können, aber nicht müssen und die vielleicht auch gar nicht eintreten werden wie z.B. Landflucht, mehr Wohngemeinschaften statt Eigenheim, autofreie Innenstädte usw.

Wer immer eine Idee, eine Information hat zu einem der Felder, schreibt sie dort rein. Niemand ist gezwungen, sämtliche Felder zu füllen, es schadet auch nicht, wenn einzelne Felder erst mal frei bleiben. Das Canvas lebt davon, dass sich die Beiträge gegenseitig anregen.

(nach: Mario Herger: Tools für den Weitblick. managerSeminare 05/2020 S.37/38)

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