2. März 2024

Das Beste aus der Fachliteratur

Acht legen

PRAXIS: Eigentlich ist es erstaunlich, dass trotz aller Unterschiede von Meinungen, Haltungen, Erfahrungen, trotz aller Probleme in der zwischenmenschlichen Kommunikation die Ziele, die sich Teams stecken, erreicht werden. Wenn es mal hakt, dann meist, weil irgendetwas bei den Absprachen und der Informationsweitergabe daneben geht.

Die folgende Übung, gedacht zum Einsatz in Führungsseminaren, aber sicher auch prima geeignet für Kommunikations- und Teamtrainings, macht das deutlich. Als Material wird ein ca. 20m langes Seil sowie für jeden Teilnehmer eine Augenbinde benötigt.


Anzeige:

Lösungsfokussiertes Arbeiten mit Teams! In einem 2tägigen Seminar für Coaches und Berater:innen lernen Sie diesen erfolgreichen Ansatz von Ben Furman erfolgreich in die Praxis umzusetzen und schließen mit dem internationalen Zertifikat Reteaming®-Coach ab! In Deutschland nur hier: Zur Webseite...


Die Gruppe erhält die Aufgabe, eine Lösung zu erarbeiten für das „Problem“, gemeinsam aus dem Seil eine Acht zu formen. In Führungstrainings lautet die Aufgabe, dass die Führungskraft mit ihrem Team aus dem Sel eine Acht legen soll.

Die Regeln, die dazu verkündet bzw. an einem Flipchart aufgeschrieben werden, lauten:

  • Bei der Lösungssuche bleiben alle sitzen bis auf die Führungskraft. Sie darf sich im Raum bewegen und auch das Flipchart nutzen.
  • Nach 20 Minuten verlassen alle den Raum, allen werden sodann die Augen verbunden.
  • Die Führungskraft (bzw. derjenige, der den Prozess im Team moderiert hat) bekommt anschließend das Seil vom Trainer in die Hand.
  • Dann wird gemeinsam die Acht geformt.

Die Auswertung beschäftigt sich mit Fragen der Planung, wie mit Beiträgen und Lösungsvorschlägen umgegangen wurde, wie die Gruppe miteinander kommuniziert hat, welche Rolle die Führungskraft bzw. der Moderator gespielt hat und natürlich, wie bei der Durchführung kommuniziert wurde, wie verständlich die Anleitungen und Hinweise waren und wie diese von dem Team aufgenommen und umgesetzt wurden.

Ich finde es bei solchen Übungen immer auch spannend, beim letzten Teil nicht nur das Verhalten der „Führungskraft“ zu betrachten und zu schauen, wie sie den Prozess besser hätte steuern können, sondern auch die Frage zu stellen, wie denn die „Mitarbeiter“ den Prozess beeinflusst haben bzw. welche Möglichkeiten Teammitglieder genutzt oder nicht genutzt haben, die Lösung und Umsetzung konstruktiv zu beeinflussen.

(aus: Manfred Schwarz / Iris Schwarz: Führungskräfteentwicklung: Trainings erfolgreich leiten. S. 79)

Teile diesen Beitrag:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert