24. Mai 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Nicht zu Ende gedacht

INSPIRATION: Wo Menschen zusammen leben und arbeiten, entstehen Situationen, die einer Absprache bedürfen. Das ist in Beziehungen, Familien, Vereinen und Unternehmen so. Funktionieren die Dinge nicht so, wie jemand das gerne hätte, ist es leicht, Forderungen zu stellen, wie es stattdessen zu laufen hat. Doch Achtung: Jegliche Maßnahmen, die man dann ergreift, sollten wohl überlegt sein. Oder besser: Zu Ende gedacht werden.

Wenn sie zum Beispiel nur einer Seite Vorteile bringt, ist das Scheitern vorprogrammiert. Schöner Satz: „Ein Versprechen wird erst dann wertvoll, wenn sein Bruch beide Seiten verletzt“. (Folge-richtig). So etwas passiert schnell, wenn Regeln für die da unten von jenen da oben aufgestellt werden. Aktuelle Beispiele: Wenn Unternehmen Mitarbeiter zurück ins Büro zwingen wollen.


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Je engmaschiger das Netz …

Auch ein Klassiker: Weil einzelne Mitglieder einer Organisation fehlende Regelungen für sich „missbrauchen“, werden alle in Sippenhaft genommen. Erinnert sich noch jemand an die „Anwesenheitsprämien“? Wo man Mitarbeitenden, die über einen längeren Zeitraum nicht krank waren, eine Sonderprämie in Aussicht stellte. Jedem, der die Sache „zu Ende gedacht“ hätte, sollte klar gewesen sein, dass dann einzelne auch mit schlimmeren Krankheiten weiter zur Arbeit erscheinen würden und jene, die das nicht konnten, ohne schlechtes Gewissen länger zu Hause blieben, da die Prämie ohnehin schon futsch war.

… desto mehr Löcher hat es

Und wenn man schon einseitig von oben Regelungen aufsetzt, sollten sie „so kurz wie möglich, aber so genau wie nötig“ sein. Vor allem sollte man sich überlegen, ob sie sich durchsetzen lassen. Ich habe kürzlich einen schönen Podcast in der Reihe „Geschichten aus der Geschichte“ gehört, wo es um das Verbot von Cannabis in den USA ging (Harry Anslinger und der erste „War on Drugs“). Dort wird wunderbar erklärt, warum das Alkoholverbot (Prohibition) ins Leere lief. Auch ein schöner Satz: Wenn man dann Einzelne „erwischt“ und bestraft, setzt man womöglich mit „wenigen Präzendenzfällen eine ganze Kultur in Brand“. Und das nur, weil man eine Regel „nicht zu Ende gedacht hat“.

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