2. März 2024

Das Beste aus der Fachliteratur

Sie haben die Wahl

INSPIRATION: Sie sind Führungskraft und in der Regel auch erfolgreich. Ihre Kompetenzen haben Sie dorthin gebracht, wo Sie heute stehen. Aber manchmal stellen Sie fest, dass Sie mit Ihren typischen Stärken an Grenzen stoßen und vielleicht Handlungsalternativen benötigen, um auch hier zu bestehen. Welche könnten das sein?

Dazu wäre es erst mal ganz gut zu wissen, wie man selbst typischerweise in schwierigen Situationen reagiert. Die Autoren im Harvard Business Manager haben vier „Haltungen“ ausgemacht, an denen Sie sich orientieren können (Welcher Typ sind Sie?):


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  • Die aktive Haltung: Menschen, die, wenn es schwierig wird, vorrangig dazu tendieren, etwas zu fordern, anzuweisen, zu entscheiden.
  • Die analytische Haltung: Die Tendenz, Daten zu erheben, Fragen zu stellen, Entscheidungen aufzuschieben.
  • Die ausgleichende Haltung: Die Tendenz, Verständnis zu zeigen, andere zu ermutigen, zu kooperieren.
  • Die abwartende Haltung: Die Tendenz, erst mal nachzudenken, sich und andere zu beruhigen.

Wie man unschwer erkennen kann, ist es je nach Lage durchaus sinnvoll, mal so oder mal so zu reagieren. Unter Führungskräften ist die aktive Haltung besonders weit verbreitet, es gibt natürlich auch die eher analytischen und die ausgleichenden Typen. Eher selten findet man die abwartenden.

Sich selbst kennen

Was also tun? Zuerst mal die eigene „Standard-Haltung“ zu erkennen. Die aktive lässt sich z.B. gut in Meetings beobachten: Preschen Sie häufig vor? Dominieren Sie mit Ihren Beiträgen? Tendieren Sie dazu, andere zu unterbrechen?

Analytisch sind Sie, wenn Sie gerne Daten heranziehen, andere Aussagen hinterfragen, es noch genauer und noch genauer wissen wollen und Entscheidungen aufschieben, um noch mehr Informationen zu bekommen.

Die ausgleichende Haltung erkennen Sie, wenn Sie merken, dass jemand die erwartete Leistung nicht erbringt, aber Sie davor zurückschrecken, ihn damit zu konfrontieren. Wenn Sie Gründe für fehlende Ergebnisse suchen und diese lieber hinnehmen, als unangenehme Gespräche zu führen.

Und die abwartende zeigt sich, wenn Sie in brenzligen Situationen eher erstarren, Widerstände und Bedenken abprallen lassen und eher darauf hoffen, dass sich schon eine Lösung finden wird.

Wenn Sie Ihre bevorzugte Haltung in Krisensituationen benennen können, ist das aber nur der Anfang. Nun geht es darum, in diesen Momenten sich zu besinnen, inne zu halten und dann aktiv zu entscheiden, welche Haltung die angemessene ist. Hier die Empfehlungen:

Im richtigen Moment innehalten

Die Tipps, wann man welche Haltung einsetzen sollte, wirken arg banal (nach dem Motto: Wenn die Mitarbeitenden eine Pause brauchen, ist eher abwarten angesagt …) Da helfen die Fallbeispiele schon eher. Eine sehr aktive Managerin, die mit ihrem Verhalten u.a. ständig mit dem CEO aneinander geriet, entdeckte, mit den drei anderen Haltungen konfrontiert, dass die ausgleichende Haltung ihr durchaus auch lag. Offensichtlich weckte diese ihren Beschützerinstinkt. Sie veränderte bewusst ihr Verhalten und verbesserte ihre Reputation erheblich.

Ein Finanzchef hatte ein schwieriges Gespräch zu führen und entschied sind, mit dem in der Kritik stehenden Bereichsleiter erst einmal abwartend zu starten. Als der Bereichsleiter sich öffnete, wechselte er in die ausgleichende Haltung und zeigte Verständnis. Was den Gesprächspartner ermutigte, so dass er auch Kritik an der Führung äußerte. Statt nun standardmäßig in die aktive Haltung zu verfallen und seine Sicht der Dinge darzulegen, entschied er sich für die analytische Haltung und fragte nach Vorschlägen, wie man weiter vorgehen könne. Um am Ende, ganz der Alte, das Ergebnis zusammen zu fassen und eine klare Ansage für das weitere Vorgehen zu machen.

Will heißen: Es geht gar nicht darum, statt der Standardhaltung eine andere einzunehmen, sondern sich je nach Situation und Verlauf flexibel zu entscheiden. Wohl dem, der so viel Selbstdisziplin hat.

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Ein Gedanke zu “Sie haben die Wahl

  1. Kennen Sie Ihre eigenen Emotionen?

    http://www.motive-werte-begabungen.de
    Emotionen sind ein wichtiger Teil unseres Lebens. Sie bestimmen unser Verhalten, unsere Entscheidungen und unsere Beziehungen. Doch wie gut kennen wir unsere eigenen Emotionen eigentlich?

    Viele Menschen sind sich ihrer Emotionen nicht bewusst. Sie lassen sich von ihren Gefühlen treiben, ohne zu verstehen, warum sie sich so fühlen. Das kann zu Problemen in vielen Lebensbereichen führen, wie zum Beispiel in der Arbeit, in der Partnerschaft oder im persönlichen Umfeld.

    Die Analyse der eigenen Emotionen kann Ihnen helfen, sich besser zu verstehen und Ihre Gefühle zu kontrollieren. Sie lernen, Ihre Emotionen zu erkennen, zu verstehen und zu regulieren. Dadurch können Sie Ihr Verhalten bewusster steuern und bessere Entscheidungen treffen.

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