12. Juni 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Weiterbildung in modernen Unternehmen

INSPIRATION: Die alte Welt der Personalentwickler hat (fast) ausgedient. Es gibt zwar immer noch zentral initiierte Kampagnen und Programme, aber gleichzeitig wird immer mehr die Eigeninitiative der Mitarbeiter gefordert und gefördert. Interessante Beispiele aus einem großen Konzern beschreibt der Manager Digital Transformation der Continental AG in einem Interview („Klassische Trainings fliegen nicht mehr richtig“).

Das ganze Interview ist arg IT-lastig und daher für den Nicht-ITler hin und wieder schwer verdaulich. Aber wir müssen uns wohl damit abfinden, dass moderne Personalentwicklung nun mal viel mit Digitalisierung zu tun hat, da wird es eine Weile brauchen, bis sich die Sprachwelten angenähert haben.


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Beeindruckend sind diese „Aktionen“: Von einer globalen Personalkonferenz werden Videos veröffentlicht und live gebloggt, am ersten Tag gibt es schon 50.000 Zugriffe. Einen Eindruck davon gibt es auf Youtube.

Von weiser Einsicht zeugen auch diese Erkenntnisse: Wer eine Idee hat und diese kundtut, der musste früher damit rechnen, dass sie zentral übernommen wurde, der Ideengeber also sein „Baby“ also abgeben musste. Heute belässt man die „Ownership“ bei denen, die eine Initiative starten.

Auch nachahmenswert: Wenn etwas Neues eingeführt wird (hier am Beispiel Office 365), dann wird offenbar nicht schon im Voraus festgelegt, was davon genutzt werden darf und was nicht. Die Mitarbeiter können auf alles zugreifen und die Tools verwenden, die sie benötigen. Wenn einzelne keinen Anklang finden, dann werden sie eben wieder abgeschaltet.

Es werden auch keine zentralen Schulungsmaßnahmen gestartet, sondern die Mitarbeiter werden befragt, wie sie die Anwendung erlernen möchten. So hat man es bei Office 365 gemacht und festgestellt, dass der eine über ein Userforum lernt, der nächste mit einem persönlichen Guide, der dritte per Youtube-Video usw. Und dann wurden nicht einzelne Methoden davon angeboten, sondern alle, inzwischen 16 verschiedene Lernformen. Der Mitarbeiter kann dann nicht nur eine Art wählen, sondern auf beliebig viele zugreifen.

Noch ein Beispiel: Es wurde eine Community gegründet und man plante, den internen Kanal alle drei Wochen mit einem Video zu bestücken. Daraus wurde eine Show mit mittlerweile 36 Folgen und über 20.000 Mitarbeitern in der Community.

Eine spannende Frage: Wie hat der Pionier Harald Schirmer für all diese Aktionen das Okay von ganz oben bekommen? Ganz schlicht: Es gibt eine Wertekatalog bei Continental, den der Vorstand verkündet hat. Darin stehen Begriffe wie Handlungsfreiheit und Vertrauen. Wenn ihm jemand sagt, er könne dieses oder jenes doch nicht machen, dann verweist er auf diese Werte. Das war wohl nicht immer so einfach, aber inzwischen geben ihm die Erfolge recht. Eine recht einfache, aber sehr wirkungsvolle Vorgehensweise – wenn man sich denn traut…

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