22. April 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Depression im Arbeitsleben

WEBTALK: Das ist eine menschliche Seite, die viele nicht gerne sehen wollen. Denn im Business sind Supermen gefragt – und Superwoman gleichfalls. Dass Menschen nicht wie am Schnürchen funktionieren (wollen), lässt viele, am Taylorismus und seiner Maschinenlogik geschulte Führungskräfte und Mitarbeitende gelegentlich die Augen verdrehen, manchmal sogar verzweifeln. Wer kennt ihn nicht, den dummen Spruch: Stell‘ dich nicht so an!

Mit diesem Spruch können Betroffene wenig anfangen. Im Gegenteil: Sie fühlen sich missverstanden, nicht ernst genommen, beleidigt. Vielleicht würde man sie ernster nehmen, wenn sie im Rollstuhl säßen? Wer weiß? Allergiker oder andere chronisch Kranke können ein Lied davon singen, dass sie doch immer wieder zwischen den Zeilen Vorwürfe an sich herauslesen. Geht es dann in den Bereich der psychischen Erkrankungen, wird das Unwohlsein so richtig groß. Dann erleben sich viele hilflos. Und schauen am liebsten weg.


Anzeige:

Menschen mögen - Gesund führen - Fehlzeiten senken: Das sind die Themen von "do care!" Meine Materialien und Ausbildungen richten sich an Profis, die mit Führungskräften arbeiten - ob im BGM, im HR oder in Training und Beratung. Zur Webseite...


Wenn es schließlich zum Äußersten kommt, ein Mensch sich das Leben nimmt, sind alle betroffen. Ja, hätte man es kommen sehen müssen? Hätte man es verhindern können? Müsste man jetzt etwas tun? Aber was? – Und nach Tagen ist man wieder in der Alltagsroutine. Die Aufregung hat sich gelegt. Und das schlechte Gewissen schleicht sich mit der Zeit.

Doch Menschen sind Menschen – und keine Maschinen. Zum Glück! Eine klare Entscheidung für eine humanistische Perspektive in der Wirtschaft ist hilfreich. Sie soll den Menschen dienen – und nicht umgekehrt. Also stellen wir uns dem Thema!

Dr. Nico Rose, bekannter Speaker („Sinnput-Geber“) und Buchautor, ist Betroffener und HR-Experte sowie Coach. Er kann uns einen Einblick geben in die Welt der Depression. Wie es sich anfühlt, was es für Konsequenzen hat, wenn man an Depression leidet. Er kann aber auch die andere Perspektive beleuchten: Was brauchen Betroffene von Kolleg:innen, von Mitarbeitenden, von Führungskräften? Was kann und soll im Rahmen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements geschehen? Um diese und andere Themen ging es in unserem Gespräch am 5.12.23

  • Wie erkennt man Depression?
  • Wie kann man das Thema ansprechen und wie Hilfe geben?
  • Zwischen Vertraulichkeit und Fürsorgepflicht: Wie müssen Verantwortliche mit dem Thema verantwortlich umgehen?
  • Was müssen Führungskräfte wissen, um ihren Mitarbeitenden eine gute Unterstützung geben zu können?
  • Wann und warum ist eine Psychotherapie notwendig?
  • Sind Trainings oder Coachings zum Thema Gesundheit im Betrieb hilfreich? Und wie müssen sie aussehen?
  • Was sollte/kann das Betriebliche Gesundheitsmanagement leisten?
  • Welche Hilfen gibt es jenseits des Betriebs? Wo und wie können Initiativen ineinandergreifen?
  • Wie kann man eine förderliche, unterstützende Unternehmenskultur gestalten?

Teile diesen Beitrag:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert