24. April 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Einfache Werte

PRAXIS: Sie haben noch keine Broschüre mit einer sorgfältig ausformulierten Vision, Mission und wohlklingenden Leitsätzen? Dann können Sie sich wahrscheinlich glücklich schätzen. Die Grundidee dahinter ist zweifellos richtig, die Umsetzung oft allerdings fragwürdig. Das Problem: Die meisten „Visionsprozesse“ werden so organisiert, dass möglichst viele der Betroffenen daran beteiligt sind. Das Ergebnis ist dann meist eine Mischung aus den Vorstellungen eben vieler Menschen, aber selten die „Vision“ eines „Unternehmers“, die von allen geteilt wird. Je mehr Mitglieder einer Organisation an einem solchen Prozess beteiligt sind, desto abstrakter und „Nichts-sagender“ wird das Ergebnis sein.

Tatsache ist, dass jeder von uns bestimmte Werte und auch Vorstellungen von der Zukunft hat, wir diese aber nicht immer klar benennen können. Beantworten Sie für sich einmal die folgenden Fragen:


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  • Was war mein bisher wertvollster Beitrag für mein Unternehmen? Was hat diesen Beitrag besonders ausgezeichnet?
  • Woran möchte ich mich bzw. meine Arbeit, Produkte, Dienstleistungen oder auch meine (Führungs-)Leistung messen lassen? Ist meine Dienstleistung, mein Produkt, meine Art zu führen etc. so, dass ich hiervon selbst begeistert bin? Wenn ja: Was daran begeistert mich?
  • Wofür habe ich in der letzten Zeit besondere Anerkennung, Lob, ja vielleicht sogar Begeisterung geerntet?

Sie können diese Fragen natürlich auch für Ihr Team / Ihre Abteilung beantworten. Dann müssen Sie „mein“ und „ich“ ersetzen durch „Team, Abteilung…“: Was war der bisher wertvollste Beitrag unserer Abteilung für unser Unternehmen?

Das Ergebnis wird eine relativ kurze Liste von Werten sein, für die Sie (Ihr Team, Ihre Abteilung) stehen. Beispiele: Eine Abteilung, die hohe Anerkennung für außerordentliche Zuverlässigkeit und Qualität ihres Services Anerkennung erhält und hierauf stolz ist, wird Werte wie Zuverlässigkeit, Qualität, Genauigkeit als zentrale Werte definieren. Ein anderer Bereich kann für Fachkompetenz, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft stehen. Der nächste für Spaß, Innovation, Lebensfreude… Wenige Werte, die von allen geteilt werden, genügen, um den Mitarbeitern sowie neuen Kollegen Orientierung zu bieten.

Kann das auch für ein ganzes Unternehmen gelingen? Ich denke schon. Dann müsste die Frage lauten: Was war der bisher wertvollste Beitrag unseres Unternehmens für die Gesellschaft? Woran möchte sich unser Unternehmen messen lassen? Wofür hat unser Unternehmen besondere Anerkennung und Wertschätzung erhalten? 

Wäre doch spannend, oder? Die einen haben dann vielleicht viel Lob für die Entwicklung des Aktienkurses bekommen, die anderen für die Entwicklung eines wegweisenden Produktes. Entsprechend unterschiedlich werden dann auch die wenigen „Kernwerte“ ausfallen.

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