24. Mai 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Entscheidungsmüde

PRAXIS: Es gibt Menschen, die extrem diszipliniert jeden Tag eine To-do-Liste anlegen und diese systematisch abarbeiten. Andere hingegen probieren es immer wieder und scheitern. Und fühlen sich entsprechend schlecht, weil sie einen Berg von Aufgaben ständig vor sich herschieben. Es gibt eine Alternative, die aus drei Fragen besteht.

Sie stammen von einem Autor, der das „Institute for Global Happiness“ leitet und offensichtlich mit dem Thema „Glück“ sein Geld verdient (Zwei Minuten für einen erfolgreichen Tag). Die Tipps sind banal und schlicht, aber vielleicht liegt gerade darin ihr Erfolgsgeheimnis. Im Harvard Business Manager schreibt Neil Pasricha über seine persönliche Lebenskrise, die ihn an den Rand des Wahnsinns brachte. Seine Erkenntnis: Er war „entscheidungsmüde“.


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Seine erste Empfehlung: Statt endloser To-Do-Listen nehme man wenige Punkte, auf die man sich an einem Tag besonders fokussieren will. Ob man das, wie Parsicha, mit Karteikarten oder einem kleinen Heft oder was auch immer macht, dürfte nicht entscheidend sein. Es geht darum, den Satz zu vervollständigen: „Ich konzentriere mich auf…“ Wer abends diese wenigen Schwerpunkte bearbeitet hat, fühlt sich deutlich weniger schlecht.

Der zweite Tipp: Zu den Dingen, auf die man sich konzentriert, fügt man Dinge hinzu, für die man dankbar ist. Das hilft unserem Gehirn, den Fokus eben nicht nur auf die Probleme und Sorgen, die man loswerden möchte, zu lenken, sondern auf die Dinge, für die wir dankbar sind. Der Satz, der also fortgesetzt wird, lautet: „Ich bin dankbar für…

Und schließlich geht es darum, weniger zu bedauern. Statt in Gedanken länger an Dingen zu hängen, über die wir uns geärgert haben, die dafür sorgen, dass wir uns schlecht fühlen, sollten wir sie loslassen. Manchmal genügt es schon, sie anderen mitzuteilen, dann fühlen wir uns schon besser. Daher gehört zu der kleinen Routine jeden Tag, diesen Satz zu ergänzen: „Loslassen werde ich…“ Zum Beispiel das missglückte Gespräch vom Vortag, die nervende Mail eines Kunden, den verpassten Termin…

Soll also heißen: Statt regelmäßig eine To-Do-Liste zu erstellen und sie mühsam abzuarbeiten, jeden Morgen damit beginnen, die genannten drei Sätze zu ergänzen. Laut Pasricha hilft diese kleine Routine von wenigen Minuten, dass wir uns schon bald erheblich besser fühlen.

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