7. September 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Im Unterholz des Begriffs

Kritik: Die wissenschaftliche Strategie lautet: Zerlege alles in seine Einzelheiten, um es zu erkunden und zu verstehen. Man nennt es Analyse. Und so reißen die Forscher der Fliege ein Bein nach dem anderen aus.

Wie das geht, warum das eine interessante, aber letztlich unabschließbare Aktion ist, und warum damit nicht so viel gewonnen ist, erschließt sich schon kleinen Kindern, wenn sie versuchen, der Fliege das Bein wieder anzukleben. Was der Versuch einer Synthese wäre. Viel gründlicher, spitzfindiger und erhellend hat das vor vielen Jahren schon der Philosoph und Hippie-Kultbuchautor Robert M. Pirsig in seinem lesenswerten und unterhaltsamen Buch (Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten) beschrieben.


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Kleines Experiment gefällig?

Wie schaffe ich nun, so wird sich die eine oder der andere Leser:in an der Stelle fragen, die Kurve zum Beitrag von Autor Uwe Peter Kanning (Soziale Kompetenzen: Wie viel und welche benötigen Führungskräfte?) zu nehmen? Kleines Experiment gefällig? Fragen Sie doch einmal eine Kollegin oder einen Kollegen, was Kompetenzen sind. Nur zu! Es gibt keine dummen Fragen … Wenn ich meine Studierenden frage, kommt da zunächst einmal ganz viel in Richtung: Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten. Fachkompetenzen also. Wenige Gewitzte verweisen schon schnell darauf, dass es da auch noch Sozialkompetenzen gibt. (N.B.: Selbstkompetenz kennen die wenigsten).

Sehr gut, sage ich, und bohre weiter. Und was sind Sozialkompetenzen konkret? Na ja, dass man gut mit anderen auskommt. Dass man empathisch ist. Dass man moderieren und auch Streit schlichten kann. So langsam verebbt der Ideenreichtum. Rollensensibilität, Führung, Kultur – solche Stichworte höre ich praktisch nie. Nun zu Ihnen: Was haben Sie an Antworten von Ihren Kolleg:innen bekommen?

Interessant, nicht wahr? Tagtäglich geht man mit solchen Begriffen um, doch wenn der Frosch das Wasser lassen soll, wird es oft eng. Was macht nun der Wissenschaftler an der Stelle? Er befragt viele Zeitgenossen, was ihnen dazu einfällt (induktives Vorgehen) und er bündelt die Ergebnisse zu logischen Gruppen, bastelt sich ein Modell (deduktives Vorgehen). So auch Autor Kanning. In dem Modell, das er vorstellt, gibt es vier große Gruppen:

  • Soziale Orientierung: Prosozialität, Perspektivenübernahme, Wertepluralismus, Kom…

Thomas Webers

Dipl.-Psych., Dipl.-Theol., Fachpsychologe ABO-Psychologie (DGPs/BDP), Lehrbeauftragter der Hochschule Fresenius (Köln), Business-Coach, Publizist

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Ein Kommentar zu „Im Unterholz des Begriffs

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