1. September 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Mindfulness als Führungskonzept?

KRITIK: So etwas können sich nur Personalentwickler ausdenken: Eine achtsame Lebensweise, ob beruflich oder privat, tut den Menschen gut. Achtsame Führungskräfte auch, weil sie menschlicher, empathischer und natürlich auch effektiver führen. Fehlt noch das passende Konzept und die entsprechenden Maßnahmen.

All das gibt es bei IBM. Dort nämlich existiert ein „Fünf-Säulen-Konzept“ mit dem einprägsamen Namen „Positive Leadership Edge@IBM“.


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5 Säulen

  1. Growth Mindset – Erweiterung der eigenen Denkweise, die Überzeugung, dass man Fähigkeiten stets weiter entwickeln kann und dass man Wissenslücken als Chance begreift.
  2. Resilience – die psychische Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, größere Belastungen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.
  3. Engagement & Inclusion – die emotionale Bindung an den Arbeitgeber, der Einsatz für dessen Ziele als auch die Wertschätzung der unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfahrungen der Mitarbeiter.
  4. Agility – verstanden als Wertegerüst aus Vertrauten, Respekt, Offenheit, Empathie und Mut.
  5. Transparency & Trust – Ehrlichkeit und das Offenlegen von Informationen.

Was das alles mit „Mindfulness“ zu tun hat? Na ja, Achtsamkeit unterstützt diese fünf Säulen der Führung bei IBM. Weil Achtsamkeit irgendwie gut für alles ist, also auch für die Führung von Menschen: „Die Einführung und ein kontinuierliches Unterstützen einer achtsamen Lebensweise im Betriebsalltag kann als ‚Mindfulness Leadership‘ bezeichnet werden.“ Als solche ist sie Teil der „Positive Leadership“ bei IBM. Alles klar?

Was ist Achtsamkeit?

In dem Beitrag der Personalführung (Mindfulness als Führungskonzept in der Transformation) wird auch erklärt, was Mindfulness eigentlich bedeutet. Und zwar die Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments in voller Aufmerksamkeit. Wobei die Wahrnehmung des Augenblicks sich auf vier Bereiche richtet:

  • den eigenen Körper (Atmung, Haltung und Tätigkeiten des Körpers)
  • die eigenen Gefühle (posivite, negative oder neutrale Empfindungen)
  • den Geisteszustand (bin ich aufmerksam, verwirrt, gelangweilt…?)
  • Geistesobjekte (gemeint sind alle Dinge, die vom Geist wahrgenommen und betrachtet werden).

Hier bin ich etwas verwirrt, weil Körper, Gefühle und der Geisteszustand selbst ja auch Geistesobjekte sind, oder? Aber vermutlich…

Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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