22. Mai 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Newbie-Delphi

PRAXIS: Wer aktuelle Trends nutzen möchte, um Prognosen über zukünftige Entwicklungen zu erhalten, greift gerne auf die Delphi-Methode zurück. Diese ist kein echtes Gruppenverfahren, sondern beruht auf der schriftlichen Befragung von Experten zu einer definierten Fragestellung.

Die Experten beantworten den Fragekatalog getrennt voneinander, die Antworten werden gesammelt, kategorisiert und zusammengefasst. Anschließend werden die Zusammenfassungen anonymisiert wieder an die Experten geschickt mit der Bitte, diese zu überarbeiten. Dieser Prozess wird mehrfach wiederholt, auf diese Weise wird das Ergebnis Schritt für Schritt verbessert.


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Problem dabei: Experten bewegen sich innerhalb ihres Fachbereiches, daher besteht die Gefahr, dass sie Entwicklungen außerhalb desselben ausblenden. Dem kann man vorbeugen, indem auch Experten anderer Fachbereiche eingeladen werden.

Für Unternehmen bietet sich noch eine weitere Möglichkeit an: Man verzichtet gänzlich auf die Fachleute, sondern schickt die Fragen an diejenigen Mitarbeiter, die am kürzesten im Unternehmen sind. So wird aus dem Experten-Delphi ein „Newbie-Delphi“. Die Neulinge bringen eben nicht eine Experten-Sicht ein, auch keine durch langjährige Erfahrung erworbene Unternehmens- bzw. Branchensicht, sondern ihr Wissen, das sich frisch aus anderen Unternehmen oder der Universität bzw. Ausbildung speist.

Gefragt werden könnte z.B. : „Welcher Trend wird unsere Branche am meisten verändern?“ oder „Wie werden sich die Kundenwünsche in Zukunft verändern?“ oder „Was ist besonders wichtig, über das niemand spricht, aber über das wir alle reden sollten?“

(nach: Mario Herger: Tools für den Weitblick. managerSeminare 05/2020 S.38/40)\n

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