INSPIRATION: Die Geschichte des Unternehmens selbst ist schon allein interessant. Da eröffnen Mutter und Tochter einen Laden mit Dekorationsartikeln, u.a. auch mit alten Möbeln, die sie selbst lackieren. Die Kundinnen interessieren sich für diesen Lack, also wird auch der verkauft. Später dann auch online, und als die Corona-Pandemie kam, erlebte dieser Handel einen ungeahnten Aufschwung. Die Menschen suchten Beschäftigung zu Hause, und eine davon war es, Möbel zu streichen – die perfekte Ablenkung.
Parallel dazu gab es eine Facebookgruppe. Dort wurde der Austausch intensiviert. Die Gründerin stellte Vorher-Nachher-Bilder ein, die Kundinnen wollten genau den gewählten Farbton haben. So fingen die Unternehmerinnen an, selbst zu mischen, suchten sich einen Produzenten und beschäftigen heute 110 Mitarbeitende, davon 70% in Teilzeit. 19 von ihnen sind nur dazu da, mit den Kundinnen zu kommunizieren. Sie haben nur eine Aufgabe: Zuhören und beraten (Lebenshilfe inklusive). All das geschieht per Telefon, Chat oder E-Mail. Außerdem tauschen sich die Kundinnen in den Online-Gruppen untereinander aus.
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Die Gespräche gehen inzwischen weit über die reine Beratung in Sachen Farbgestaltung und Anwendung hinaus. „Nicht selten ist es eine Lebenskrise, die den Wunsch auslöst, der Wohnung einen neuen Anstrich zu verpassen.“ Auch hier sind die Beraterinnen inzwischen gut vorbereitet, sie werden von einem externen Coach geschult.
Weitere große Vorteile der intensiven Kommunikation mit den Kundinnen: Zum einen hilft deren Feedback ungemein, die Produkte kontinuierlich zu verbessern. Zum anderen nutzt das Unternehmen die Online-Community inzwischen auch zur Rekrutierung von Mitarbeitenden. Sie schalten dazu in den Gruppen Stellenanzeigen, sprechen aber auch schon mal Frauen, die häufig kommentieren, direkt an. Und schließlich gibt es inzwischen sogar Live-Veranstaltungen, für die sich die Mitglieder der Gruppen bewerben können. Dort wird dann zusammen mit den Angestellten gemalt und gefachsimpelt.
Schlaues Konzept.