12. Juni 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Acht Rollen einer Führungskraft

PRAXIS: Führungskräfte haben viele Aufgaben, die Grenzen zwischen den zahlreichen Rollen sind fließend. Das kann im Führungsalltag mitunter schwierig, wenn nicht sogar belastend sein. Es kann helfen, sich hin und wieder bewusst zu machen, welchen Hut man gerade aufhat. Diese Reflexionsübung im Seminar hilft dabei.

Der Moderator stellt zunächst die folgenden acht Rollen vor:


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  • Vorgesetzte – sie ist verantwortlich für Ergebnisse, vereinbart Ziele und kontrolliert die Ergebnisse, informiert über Entscheidungen von oben, ergreift, wenn notwendig, auch disziplinarische Maßnahmen und verteilt Prämien.
  • Experte – er bringt sein Fachwissen auf seinem jeweiligen Gebiet ein und unterstützt bei fachlichen Problemen.
  • Mitarbeiter – er erhält wie alle anderen Aufträge von oben, hält sich an die Vorgaben und Ziele und unterstützt seine Führungskraft, diese zu erreichen.
  • Kollegin – sie stimmt sich mit den Mitarbeitern auf ihrer Ebene ab, spricht mit ihnen über ihre Erlebnisse, Erfahrungen und auftretenden Probleme und gibt ihr Wissen weiter.
  • Coach – er begleitet die Mitarbeiter bezüglich ihrer persönlichen Entwicklung, fördert die Reflexion, gibt Feedback, unterstützt die Eigenverantwortung, ist Ansprechpartner bei Problemen des Einzelnen und der Teams.
  • Moderatorin – sie unterstützt Gruppen bei der Suche nach Lösungen und Generierung von Ideen, bleibt dabei neutral, vermittelt bei Konflikten und sorgt dafür, dass alle Meinungen gehört werden.
  • Unternehmer – er hat die Gesamtorganisation im Blick, beobachtet den Markt, leitet Veränderungsprozesse ein, vertritt den Bereich nach außen.
  • Prozessbegleiterin – sie beseitigt organisatorische Hindernisse, vermittelt bei Reibungen an den Schnittstellen, sorgt für den Informationsfluss und schützt das Team vor Einmischungen in den Prozess.

An der (verkürzten) Darstellung ist schon zu erkennen, dass es alles andere als leicht ist, diese Rollen zu trennen. Weshalb moderne Organisationen diese inzwischen auch auf mehrere Personen verteilen. In klassischen Organisationen wird von Führungskräften immer noch erwartet, alle acht (oder mehr) zu beherrschen.

Übung zur Klärung der Rollen

Im Seminar kann folgende Übung zur Klärung der Rollen beitragen: Die acht Rollen werden jeweils auf eine große Karte geschrieben und auf dem Fußboden ausgelegt. Dann werden die Teilnehmer gebeten, auf die folgenden Fragen hin sich zu der jeweiligen Karte zu stellen:

  • Welches ist Ihre Lieblingsrolle? Oder welche Rolle fällt Ihnen am leichtesten?
  • Welche Rolle ist Ihnen am wenigsten sympathisch? Oder welche Rolle fällt Ihnen am schwersten?
  • In welcher Rolle werden Sie am häufigsten von Mitarbeitern in Anspruch genommen?

Bei jeder Runde können die Teilnehmer ihre Gedanken äußern, die ihnen zu ihrer „Lieblingsrolle“ und zu der am wenigsten sympathischen Rolle einfallen. Mögliche weitere Fragen könnten sich damit beschäftigen, was sie tun können, um ihre Stärken noch mehr zu nutzen. Oder wie sie in Zukunft mit der ungeliebten Rolle umzugehen gedenken.

(aus: Manfred Schwarz / Iris Schwarz – Führungskräfteentwicklung: Trainings erfolgreich leiten. S. 60-66)

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