23. Mai 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Akt des Aufschreibens

PRAXIS: Ich tue mich schwer mit To-Do-Listen. Immer wieder habe ich welche angefangen und irgendwann wieder abgebrochen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber inzwischen habe ich mir tatsächlich angewöhnt, morgens als erstes die anstehenden Aufgaben zu notieren. Besser wäre es, am Abend die Liste zu führen.

Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie der Baylor-Universität in Texas (Wenn der Kopf loslässt). Man beobachtete zwei Gruppen von Studenten beim Einschlafen. Die einen sollten vor dem zu Bett gehen aufschreiben, welche Dinge sie am nächsten Tag erledigen wollten, die anderen, was sie am Tag erledigt hatten. Erstere schliefen im Schnitt nach 16 Minuten ein, letztere nach 25 Minuten.


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Die Theorie dazu: Unerledigtes belastet unser Denken und lässt uns schlechter einschlafen. Nicht sonderlich überraschend, aber dass allein die Tatsache, Unerledigtes zu notieren, uns bereits entlastet, ist schon spannend. Man muss sich das vermutlich so vorstellen: Wenn es auf dem Papier steht, ist es raus aus dem Kopf – ich kann beruhigt einschlafen, weil ich mir keine Sorgen machen muss, dass ich es vergesse.

Weitere Tipps der Experten: Die Liste erstellt man am besten eine bis eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen, also nicht, wenn man schon im Bett liegt. Und möglichst auch nicht im Schlafzimmer, sonst gewöhnen wir uns an, Arbeit und Schlaf noch mehr miteinander zu verknüpfen. 

Empfohlen wird auch, diese Liste in Papierform anzufertigen. Bei digitalen Medien neigen wir dazu, uns kurz zu fassen, nur Stichworte zu notieren, während wir auf dem Papier stärker strukturieren und ausformulieren. Eine andere Studie der Universität Utrecht hat festgestellt, dass ausführlichere Planungen, also dass nicht nur ein Punkt notiert wird, sondern auch das Vorgehen, eine Uhrzeit oder ein Termin, bis wann wir fertig sein wollen, uns produktiver macht. Auch gut nachvollziehbar, dann kann ich beruhigt ins Bett gehen, weil ich ja nicht nur weiß, was ich alles zu erledigen habe, sondern auch wie.

Wie ausführlich man aufschreibt, was man erledigen möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Ich für mich belasse es bis jetzt bei einem einzigen Sticwort. Aber vielleicht sollte ich dann meine geplanten Aktivitäten doch genauer festlegen.

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