2. März 2024

Das Beste aus der Fachliteratur

All eyes on

PRAXIS: Eine Übung, die Abwechslung in den Homeoffice-Alltag bringt und hilft, die Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Teammitglieder zu richten. Der Gedanke dahinter: Wer viel Zeit im Homeoffice verbringt und seine Kollegen nur noch online erlebt, der verliert immer mehr den persönlichen Kontakt. Veränderungen bei den Teammitgliedern fallen kaum noch auf, Persönliches bleibt mehr und mehr außen vor.

Mit dieser Übung wird die Aufmerksamkeit der Teilnehmer wieder mehr auf die Menschen in ihrer (virtuellen) Umgebung gerichtet. Der Trainer erklärt, dass jeder an die Reihe kommt und dann eine Kleinigkeit an seinem Aussehen verändert, während die Kamera ausgeschaltet wird. Vorher bekommen alle die Gelegenheit, eine kurze Zeit denjenigen, der an der Reihe ist, genau zu betrachten.


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Aufmerksamkeitsübung

Dann erhalten alle fünf Minuten Zeit, sich zu überlegen, was sie an ihrem Äußeren (das natürlich im Bereich der Kamera sein muss) verändern möchten (eine Brosche, eine andere Brille, den Hemdkragen schließen usw.) und eventuelle Utensilien bereitzulegen.

Anschließend geht es los. Der erste wird „angepinnt“, so dass er 30 Sekunden groß auf dem Bildschirm zu sehen ist. Dann schaltet er seine Kamera und seinen Ton ab (letzteres, damit die anderen keine Rückschlüsse aus den Geräuschen ziehen können) und verändert geringfügig sein Äußeres. Wenn sie fertig ist, schaltet sie die Kamera und Ton wieder ein und die anderen finden heraus, was sich verändert hat. So kommt eine nach der anderen an die Reihe.

Auswertungsfragen können sein:

  • Wie nehmen wir gewöhnlich Veränderungen wahr?
  • Welche fallen besonders auf und welche eher nicht?
  • Welche Veränderungen sprechen wir an und welche eher nicht? Und ist das so in Ordnung?
  • Welche Veränderungen sollten wir lieber nicht ansprechen oder wenn, dann in welcher Form? Und wann fühlt sich das Ansprechen unangenehm an, wann wird eine Grenze überschritten?
  • Wie gehen wir mit solchen Grenzüberschreitungen um?
  • Und schließlich: Gibt es etwas, dass wir nach dieser Übung in unserem Team verändern sollten?

(aus: Jennifer Frank-Schagerl / Elisabeth Rumpl – Virtuell besser verbunden. managerSeminare 07/2023, S. 54-56)

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