7. September 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Anleitung zur Selbstkritik

PRAXIS: Alles andere als einfach: Wer zu kritisch mit sich selbst ist und sich ständig in Frage stellt, blockiert sich selbst. Wer sich hingegen für unfehlbar hält, entwickelt sich auch nicht weiter. Und fährt irgendwann vor die Wand. Was ist das richtige Maß an Selbstkritik und wie geht man dabei vor? Ein Kommunikationsexperte erklärt uns das in der managerSeminare (Sei streng, aber fair zu dir!). Dabei zeigt sich das Dilemma.

Jeder von uns bewegt sich vermutlich irgendwo auf dem Spektrum zwischen ständiger innerer Nörgelei, die uns lähmt am einen und völliger Abwesenheit von Selbstkritik am anderen Ende der Skala. Dem einen möchte man raten: Sei ein bisschen großzügiger zu dir selbst, lerne, dich selbst „zutreffend zu beurteilen.“ Dem anderen: Komm mal runter von deinem Sockel, schau auch mal auf deine eigenen Fehler und lerne, dich selbst „zutreffend zu beurteilen.“


Anzeige:

Haben Sie auch ein Problem und schon viel versucht?
In meinem 3-h-Coaching finden wir die Lösung fort, wo Sie noch nie gesucht haben.
Schwer zu glauben?
In über 70 Fallberichten habe ich beschrieben, wie das geht. Zur Webseite...


Das ist im Grunde die Kernbotschaft des Beitrags. Es geht bei Selbstkritik nicht darum, nach den Schwächen Ausschau zu halten und diese zu eliminieren. Es geht auch nicht um ständige Selbstoptimierung, um eine Bestmarke nach der anderen zu knacken. Sondern um „innere Wahrhaftigkeit.“ Also uns zu sehen, wie wir wirklich sind. Wirklich? Gibt es so etwas?

Vermutlich passt das besser: Uns selbst an unseren eigenen Maßstäben messen. Dazu aber bedarf es erst einmal der Besinnung auf das oder den, der wir sein wollen. Und da fängt das Drama ja schon an: Was ist, wenn wir jemand sein wollen, der wir nie sein werden? Weil uns Grenzen gesetzt sind?

Die richtigen Fragen stellen

Also ist das der nächste Schritt: Erst einmal uns fragen, was wir denn sein möchten. Und dann schauen, wo unsere Grenzen liegen und diese akzeptieren. Was dann noch bleibt, können wir dann mit Geduld und Hartnäckigkeit versuchen „nachzubessern“. Am Beispiel des Klavierspielers: Der Hobbyspieler stolpert immer wieder über eine schwierige Stelle, spielt dann weiter und fängt wieder von vorne an. Der Profi konzentriert sich ganz auf die problematische Stelle und übt sie so lange, bis sie sitzt.

Nimmt man nun das komplette Beispiel, dann prüfe man sich selbst…

Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

Alle Beiträge ansehen von Johannes Thönneßen →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert