13. April 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Arbeit mit Symbolen

PRAXIS: Die Arbeit mit Symbolen, hier insbesondere mit symbolisch beladenen Gegenständen und symbolischen Handlungen, kann im Coaching wertvolle Erkenntnisse vermitteln. Die Möglichkeiten sind äußerst vielfältig. So kann der Klient in der Arbeit selbst frei ein Signal oder einen Gegenstand wählen, der ihm als Symbol dienen kann.

Symbolische Gesten:
Der Klient möchte endlich aufhören, sich über bestimmte Situationen oder Personen zu ärgern. Das Mittel: Eine Geste/Körperbewegung, die ihm als Stoppsignal dient: „Hör auf!“ (…dich zu ärgern). Als Manager benötigt er eine Stopp-Geste, die möglichst unauffällig ist. Es sollte sich aber auch nicht um eine Geste handeln, die er sonst auch – ganz ohne Bedeutsamkeit – ausführt, wie Zurechtrücken der Krawatte z.B. Es sollte eher eine Geste sein, die er für gewöhnlich nicht ausführt.
Beispiel: Wenn er spürt, dass der Ärger in ihm aufkommt, dreht er an seinem Ehering. Wichtig ist, dass diese Geste vorher im Coaching gut aufgeladen wurde. Dies geschieht, indem man den Klienten bittet, sich in die Situation, die den Ärger auslöst, intensiv hinein zu imaginieren und ihn dann die Geste ausführen lässt mit dem explizit ausgesprochenen „Stopp!“ Im Regelfall muss das einige Male wiederholt werden.


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Symbolisches Handeln:
Der Klient befindet sich in einer beruflichen Umbruchphase. Noch „hängt“ er an seiner alten Firma, was es ihm erschwert, sich auf das Neue einzulassen. Im Coaching findet er ein schönes Bild dafür: Er hängt an der alten Firma wie an einer Schlaufe, die ihn beim Bergsteigen am nächsten Schritt hindert, ihn aber auch sichert. Ich wähle einen dünnen Schal oder eine Krawatte, binde eine Schlaufe, die ich dem Klienten ums Handgelenk lege. In einer Time-Line-Aufstellung, in der er nun den nächsten Schritt tun müsste (sich vom Alten lösen, symbolisches Tun), halte ich das andere Ende der Schlaufe fest und halte das Band so straff, wie es der gefühlten Bindung des Klienten an das Alte entspricht.
Ich ziehe leicht daran, so dass er spüren kann, wie sehr ihn die Schlaufe festhält und am nächsten Schritt hindert. Die Schlaufe wird spürbar zum Hindernis, der Klient erlebt und spürt körperlich, wie sehr er festgehalten wird bzw. sich festhält und – in dem Moment, wo er es kann – lässt er los. Schafft er das nicht, wird klar, dass er noch nicht so weit ist. Vielleicht muss er sein Ziel noch einmal neu überdenken.

Symbolische Gegenstände:
Für jedweden Zweck kann man mit dem Klienten als Erinnerung, als Signalgeber für ein anderes Verhalten Gegenstände wählen, die der Klient mit sich herumtragen kann, die für die Außenwelt unauffällig sind, ihm selbst jedoch wichtige Signale geben können. Dafür können alle möglichen Gegenstände in Frage kommen wie Schmuckstücke, Anstecker, Schlüsselanhänger etc. Wichtig ist, dass der Gegenstand vom Klienten angenommen werden kann und gut aufgeladen wurde, was sinnvollerweise in einer Coachingsitzung stattfinden sollte.

(MWonline zur Verfügung gestellt von Dorothe Fritzsche)

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