2. März 2024

Das Beste aus der Fachliteratur

Dran bleiben

PRAXIS: Wie halten Sie es mit unangenehmen oder lästigen Aufgaben? Es ist bekannt und gut untersucht, dass wir abends deutlich erschöpfter und ausgelaugter sind, wenn wir uns über den Tag oft zusammenreißen und unliebsame Dinge tun müssen. Was dazu führt, dass wir am nächsten Tag weniger motiviert sind und uns dann noch mehr aufraffen müssen – eine verhängnisvolle Schleife.

Nun könnte man auf die Idee verfallen, zwischen interessanten und lästigen Aufgaben zu wechseln, sich, wenn man endlich nervige Dinge erledigt hat, praktisch damit zu belohnen, interessantere Aufgaben anzugehen. Ob das wirklich eine gute Idee ist, wollten Forscher der WHU wissen und ließen 89 Arbeitnehmer zehn Tage lang täglich vier Mal Fragen zu ihrer Verfassung beantworten, also ob sie sich in den letzten Stunden gut konzentrieren konnten, sich oft beherrschen mussten, um nicht auszurasten (Die Mischung macht’s nicht).


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Und siehe da: Wer häufig zwischen interessanten und lästigen Aufgaben wechselte, war besonders erschöpft. Erklärung der Forscher: Durch den häufigen Wechsel wird uns noch viel bewusster, wie schwer uns die unangenehmen Aufgaben fallen, der Kontrast verstärkt den Unwillen und die Erschöpfung.

Lieber Routinen schaffen

Das ist bitter, bedeutet es doch, die lästigen Dinge hintereinander anzugehen und wegzuräumen, um sich dann den schönen Dingen zu widmen. Aber auch das ist keine gute Idee, denn zu Beginn des Tages sind wir frisch und voller Energie – wie schade, wenn man diese Energie dann in ungeliebte Tätigkeiten steckt. Also lieber anders herum? Das ist wohl am Ende Geschmacksache oder auch eine Frage der Gewohnheit. Denn soviel ist wohl sicher: Am besten ist es, solche Tätigkeiten möglichst zum gleichen Zeitpunkt und in ähnlicher Reihenfolge wegzuschaffen, Routinen und Gewohnheiten entlasten unser Gehirn.

Ich tendierte bisher dazu, die ungeliebten Dinge zu Beginn des Tages hinter mich zu bringen, einfach, um sie aus dem Kopf zu haben, habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass ich in der zweiten Tageshälfte nicht mehr genug Energie hatte, konzentriert an den anspruchsvolleren Sachen zu arbeiten. Vielleicht probiere ich es doch mal anders herum …

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