14. April 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Geschichten-Technik

PRAXIS: Kann es sein, dass Menschen Begabungen haben, von denen sie selbst gar nichts wissen? Natürlich, und das ist nicht so selten. Oder sie kennen ihre Talente zwar, aber unterschätzen sie völlig. Die Technik der Lebensgeschichten hilft ihnen auf die Sprünge (Betriebsblind – warum viele gerade ihre größten Talente nicht kennen).

Dass Menschen ihre Schwächen nicht kennen, sich also überschätzen, ist nicht so selten (unbewusste Inkompetenz). Sind sie ihnen bewusst, können sie daran arbeiten oder sich Aufgaben suchen, die besser zu ihnen passen. Kennen sie ihre Talente und Stärken (bewusste Komptenz), können sie diese weiter entwickeln und perfektionieren.


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Was aber, wenn sie gar nicht wissen, dass sie bestimmte Fähigkeiten oder Anlagen besitzen? Entweder, weil es für sie so selbstverständlich geworden ist, dass ihnen Dinge gut gelingen, dass sie diese abtun mit Sätzen wie „Das ist doch nichts Besonderes, das kann doch jeder!“ (Unbewusste Kompetenz). Oder sie haben Anlagen, aber diese nicht weiter entwickelt, weil sie dazu keine Gelegenheit hatten.

Wenn nun jemand ins Coaching kommt, weil er sich in seiner derzeitigen Aufgabe nicht richtig wohl fühlt oder er auf der Suche nach dem ist, was ihn wirklich erfüllt, dann bietet es sich an, ihn zu bitten, bestimmte Episoden aus seinem Leben aufzuschreiben. Sodann wird er aufgefordert, die Geschichte langsam und laut vorzulesen. Der Coach notiert sich die Fähigkeiten, die ihm während des Vorlesens auffallen. Er gibt dem Ratsuchenden eine Rückmeldung über die erkannten Fähigkeiten und der Coachee trägt diese, soweit sie ihm als Fähigkeiten plausibel erscheinen, in eine Tabelle ein.

Auf diese Weise werden sieben Geschichten verfasst und ausgewertet. Wichtig ist, dass es sich dabei nicht unbedingt um Geschichten aus dem beruflichen Kontext handeln muss. Die Instruktion lautet, dass der Betroffene in dem Erlebten selbst aktiv gewesen sein soll und sich gut an den Verlauf erinnern kann. Als besonders ergiebig erweisen sich oft erinnerte Geschichten aus der Kindheit.

Die Erfahrung zeigt, dass manche dieser Geschichten völlig überdimensioniert sind und sich über einen längeren Zeitraum hinziehen. In anderen handelt es sich eher um Erinnerungen, die von gemeinsamen Aktivitäten mit anderen handeln („Wir-Geschichten“), dabei ist der Anteil des Coachees nur schlecht zu erkennen. Oder es werden allgemeine Vorlieben beschrieben („Ich treffe mich gerne mit Freunden oder unternehme etwas mit der Familie“). Die „eigentliche“ Geschichte hinter diesen Beschreibungen herauszufinden, ist dann die Kunst des Coachens und der geschickten Nachfragen.

Wenn die Liste der Fähigkeiten abgeschlossen ist, lautet die Frage an den Coachee: „Welche der erkannten Talente möchten Sie gerne in der Zukunft einsetzen?“ Hieraus können dann passende Aufgaben abgeleitet werden.

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