23. Juni 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Klein, neu und hungrig

KRITIK: Wenn überall intelligente Maschinen dem Menschen Aufgaben abnehmen, dann sollte das doch auch bei der Personalarbeit möglich sein. Findet zumindest eine Reihe von Start-ups und macht sich auf den Weg, die Personalarbeit zu digitalisieren. Doch die Personaler sträuben sich, berichtet die managerSeminare (Fresh-ups für Personaler).

Der Autor hat eine Messe besucht und stellt drei der gar nicht mal mehr so jungen Anbieter vor. Der erste vergleicht automatisch Stellenprofile mit Kandidaten, die ihre Daten im Internet hinterlassen haben und spielt ihnen die Angebote zu. Wenn ich das richtig verstehe sogar dann, wenn jemand gar nicht sucht. Er bekommt den Hinweis: „Hier interessiert sich jemand für dich!“ Dann kann er sich mit einem Klick bewerben. Der Personaler muss also gar nichts weiter tun als die hereinströmenden Bewerbungen zu sichten – wie bisher auch. Nur bekommt er hier Kandidaten, die durch ein sogenanntes „Matching“ gefunden wurden.


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Und die vorher noch gar nicht wussten, dass sie sich für einen Job interessieren. Klingt ein bisschen so, als würde mir eine Partnerbörse einen Partner vorschlagen, der zu mir passt, auch wenn ich den derzeitigen gar nicht eintauschen möchte. Will ich solche Angebote bekommen?

Das zweite hier vorgestellte Unternehmen macht das Engagement von Freelancern so einfach wie einen Einkauf bei Amazon. Der Personaler beschreibt, welche Leistung er sucht, dann erhält er innerhalb von 28 Minuten das konkrete Angebot inklusive Preis und Liefertermin. Auch hier beschleicht mich ein ungutes Gefühl: Will ich wirklich nur eine bestimmte Leistung einkaufen oder interessiert mich vielleicht doch der Mensch, der dahinter steckt?

Das dritte greift eine alte Idee auf: Mitarbeiter empfehlen Freunden einen Job in der eigenen Firma. Wenn der Freund die Stelle bekommt, erhält der Mitarbeiter eine Anerkennung. Kennt man, allerdings schliefen solche Aktivitäten in der Vergangenheit oft wieder ein. Das soll sich jetzt ändern, weil all das viel einfacher funktioniert. Der Arbeitgeber informiert seine Mitarbeiter über die Plattform laufend über freie Stellen, die Mitarbeiter geben diese Infos in ihren Social Media Netzwerken weiter. Wenn dann einer ihrer „Freunde“ den Job bekommt, wird das natürlich honoriert. So können „Top-Empfehler identifiziert und belohnt werden„. Und erneut denke ich: Würde ich alle, die mir auf Facebook folgen, einen Job bei meinem Arbeitgeber empfehlen wollen? 

Angeblich sind die Personaler zwar neugierig, im Großen und Ganzen aber noch sehr zurückhaltend. Bei den genannten Lösungen kann ich das sogar verstehen, auch wenn ich auch glaube, dass nach und nach viele Prozesse im HR-Geschäft digitalisiert werden. Die Lösungen allerdings sollten schon intelligenter sein.

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