3. April 2025

Management auf den Punkt gebracht!

Topografisches Coaching

INSPIRATION: Modelle für Coaches gibt es viele, hier kommt ein weiteres. Der Reiz an diesem ist, dass es auch dem Coachee hilft sich zu orientieren und ihm damit im Coachingprozess ein Stück Sicherheit bietet. Es folgt einer universellen Struktur klassischer Geschichten und Märchen. Gefunden habe ich es in der Wirtschaftspsychologie aktuell (Topografisches Coaching – von der Rätselzone zum Dorado).

Wie ein einem Film oder einem Roman kann man die Situation des Coachees durch mehrere Phasen begleiten, wobei hier die Metapher der Räume genutzt wird, was sogar deutlich anschaulicher ist.


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Wandern durch Räume

Es beginnt im Paradies, hier Dorado genannt, in dem es dem Klienten gut geht, er seinen Aufgaben gerecht wird und diese optimal zu seinen Fähigkeiten passen. Dann kommt die Geschichte in Gang, es tritt das ein, was ihn zum Coaching bringt. Er wird aus dem Dorado vertrieben und landet in der Rätselzone. Die Dinge überschlagen sich, der Raum zeichnet sich durch Unsicherheit, mangelnde Kontrolle und Überforderung aus, all das löst Ängste aus. Auch das ein Merkmal dramatischer Geschichten.

Der Klient betritt, verängstigt wie er ist, das Provisorium, ein Teil der Rätselzone. Er zeigt hektische Aktivitäten, versucht, die Bedrohungen abzuwehren, versteht nicht, warum das Paradies verloren gegangen ist. Er stürzt sich auf die erstbeste Lösung und schließt die Augen vor dem eigentlichen Problem. Praktisch hofft er auf eine baldige Rückkehr ins Dorado, dass alles so wird wie früher.

Da dieser Rückweg versperrt ist, sucht er das  Refugium auf, auch das noch ein Teil der Rätselzone. Hier kann der sich nach Ruhe und Schutz suchende Klient sich die Situation von außen ansehen und erste Lösungen überlegen. Das Refugium wird bald zu eng, der „Held“ kehrt zurück in die Rätselzone, diesmal aber nicht voller Angst und Sorgen, sondern gestärkt und mit neuen Ideen, um von hier aus ins Dorado zurückzukehren, hier Dorado 2.0 genannt. Der Raum ist der gleiche geblieben, aber jetzt ist der Klient ausgestattet mit neuen Sichtweisen und Ressourcen, um erfolgreich den Anforderungen zu begegnen.

Alternativ allerdings kann er aus der Rätselzone auch den Resonanzraum betreten. Dieser steht für einen anderen Ausgang der Geschichte, nämlich dass sich der Held nicht gestärkt zurück begibt in sein Dorado 2.0, sondern neue Herausforderungen in einem anderen Umfeld annimmt, das besser zu seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten passt.

Prozessbegleitung

Was mir an dem Modell gefällt, ist, dass es allen Beteiligten an die Hand gegeben werden kann, um deutlich zu machen, wo man im Prozess steht und dass die einzelnen Schritte einfach zu Prozess gehören. Mit der Erkenntnis, dass es ein ganz normaler Entwicklungsprozess ist, den auch andere durchlaufen und durchlaufen haben. Führungskräfte, die Veränderungen vorantreiben und ihre Mitarbeiter dabei begleiten sollen, könnte das Modell ebenfalls helfen, die Prozesse und Reaktionen zu verstehen.

Ein anschauliches Fallbeispiel stellen die Autorinnen in der wirtschaft + weiterbildung vor (Landkarte für Coachs)

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Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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