23. Juni 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Verhängnisvolle Leidenschaft?

INSPIRATION: Wer auf diejenigen hört, die uns erkären, wir sollten unseren Interessen, ja unseren Leidenschaften folgen, der könnte es bereuen. Denn am Ende könnte er sogar unglücklicher sein und vor allem träge werden. Klingt seltsam? Ist es aber nicht. Die Erklärung des Neurobiologen (Das Märchen von der Passion): Wer meint, seine Leidenschaft gefunden zu haben, der tendiert dazu, ihr treu zu bleiben und darin Perfektion zu entwickeln. Aber „Perfektion ist nicht das Ziel, sondern das Ende allen Fortschritts„.

Soll heißen: Man wird träge und weniger offen für Neues. Wer zum Beispiel eine Leidenschaft für Technik verspürt und dieser treu bleibt, der blendet alles andere aus und wird irgendwann feststellen, wie viele interessante Dinge er doch versäumt hat. Denn, auch das sei erforscht, Leidenschaften sind keine Konstanten, die man nur einmal entdecken muss. Wir Menschen können uns von Natur aus für vieles begeistern, warum sollte man dann nur bei einer Passion bleiben?


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Der andere Grund, warum die Suche nach der einzig wahren Leidenschaft keine so gute Idee ist: Je länger wir suchen, umso „größer wird die Aufmerksamkeit für das, was einem entgeht.“ Wir entdecken ganz viele Dinge, die wir ja auch eigentlich machen möchten und sind am Ende unglücklicher als je zuvor.

Fazit des Neurobiologen: Leidenschaften sollte man nicht suchen, sondern entwickeln. Und eben nicht nur eine. Das macht das Leben weitaus interessanter, was sicherlich stimmt.

Allerdings fehlt hier ein Hinweis: Tatsächlich gibt es Menschen, die für eine einzige Sache brennen. Und die dann auch eine Perfektion ungeahnten Ausmaßes entwickeln. Wer diesen Menschen nun rät, doch ihre Passion zu kippen und lieber neue zu entwickeln, liegt auch wieder falsch. Es gibt eben diese und jene Menschen. Die einen mit einer sehr weit entwickelten Leidenschaft werden eben kaum einen Blick für andere Dinge haben, dafür sind sie auf ihrem Gebiet großartig.

Die anderen sollte man in der Tat nicht damit quälen, ihre wahre Bestimmung zu suchen, stattdessen ihnen helfen, es als Bereicherung zu empfinden, dass sie sich für ganz viele Dinge interessieren können. Dafür aber in Kauf nehmen zu müssen, eben auf keinem Gebiet diese Perfektion zu erlangen. Diese Erkenntnis kann sehr erleichternd sein.

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