24. Mai 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Virtuelle Cocktailparty

Es gibt Menschen, die betreiben sehr erfolgreich Networking und nutzen dazu jede Gelegenheit. Anderen fällt das eher schwer, selbst wenn sie mit vielen interessanten Menschen zusammen treffen. In Zeiten, in denen kaum noch Konferenzen und Geschäftsreisen stattfinden, wird es noch schwieriger. Aber nicht unmöglich, klappt sogar mitunter deutlich besser, wie zwei Autoren im Harvard Business Manager erklären (Auf einen Kaffee via Zoom).

Was tun, so die Frage, wenn man eigentlich etliche Experten auf der nächsten Konferenz treffen und sich mit ihnen austauschen wollte, aber die Konferenz wegen Corona abgesagt wurde? Der Tipp: Schauen Sie sich die Teilnehmerliste an oder die der Konferenz des letzten Jahres, suchen sich fünf bis zehn Personen aus, mit denen Sie gerne zusammengetroffen wären, und laden Sie diese zu einer virtuellen Cocktailparty ein. Dabei nehmen Sie Bezug auf die ausgefallene Konferenz und fragen einfach, ob sie nicht Lust hätten, sich mit Ihnen über dieses oder jenes Fachthema auszutauschen.


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Das Gleiche können Sie auch mit Kollegen anstoßen, denen Sie normalerweise sagen: „Wenn Sie das nächste Mal in der Zentrale / in der Niederlassung sind, melden Sie sich doch, dann können wir uns vielleicht auf einen Kaffee treffen.“ Geht jetzt nicht, aber warum dann nicht eine virtuelle Cocktailparty veranstalten? Mit einer ähnlichen Einladung: „Eigentlich hatte ich gehofft, Sie bei Ihrem nächsten Besuch (bei meinem nächsten Besuch) zu treffen, aber da dies im Moment nicht möglich ist – wie wäre es mit…?“

Und jetzt der Clou: In „normalen“ Zeiten würden Sie vermutlich nie auf die Idee kommen, zu solchen informellen Treffen einen hochrangigen Manager hinzu zu bitten. Online ist das aber durchaus realistisch. Mal angenommen, aus den ersten Treffen ergeben sich weitere, der Austausch zu bestimmten Themen erweist sich als befruchtend und wird wiederholt. Warum dann nicht auch mal einen Vertreter aus dem Top-Management oder einen Fachmann aus anderen Bereichen einladen, sei es als Gast oder als Gastredner? Selbst wenn er nicht die komplette Zeit dabei sein kann – Ihr Networking dürfte ungeahnte Höhenflüge erreichen.

Ich bin nach wie vor skeptisch, wenn solche Tipps zum Thema „Networking“ verbreitet werden. Weil ich Networking um des Networking willens albern finde und sehr leicht zu durchschauen. Aber es spricht nichts gegen ein informelles Treffen unter Kollegen, das online in der Tat viel leichter zu organisieren ist als offline. Und wenn sich herausstellt, dass alle Teilnehmer gerne auch ein zweites oder drittes Mal hinzustoßen – warum dann nicht auch mal einen \“Hochkaräter\“ einladen? Wehe dem, dem es nur darum geht, sein eigenes Netzwerk auszubauen und dann inhaltlich wenig zu bieten hat. Dann wird die Sache zum Bumerang.

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