22. April 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Zielemosaik

PRAXIS: Konflikte im Team beruhen häufig auf unterschiedlichen Ziel- oder Wertvorstellungen. Was dem einen wichtig ist, muss für den anderen nicht unbedingt gleich bedeutend sein. Wenn der eine Druck macht und der andere bremst, hilft es, sich darüber auszutauschen, wohin eigentlich jedes Mitglied will. 

Gerade in Zeiten, in denen man sich nicht jeden Tag über den Weg läuft, weil viele im Homeoffice sitzen (wobei das vermutlich die Regel werden wird), und man nicht mal eben beim Kollegen vorbeischauen und fragen kann, wo denn seine Zahlen bleiben, kann es schon mächtig knirschen. Sicher, es gibt jede Menge Tools, um Kontakt aufzunehmen. Und es gibt das Telefon. Trotzdem, das Risiko für Missverständnisse wächst.


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Vielfach unterschätzt wird, wie wichtig es ist, sich über die gemeinsamen Ziele auszutauschen. Wo will das Team hin? Bis wann soll was erreicht werden? Woran erkennen alle, dass die Ziele erreicht wurden? Herrscht Einigkeit über die Ziele? Verstehen alle das gleiche darunter? 

Beim Zielemosaik werden diese Fragen im virtuellen Meeting beantwortet, die Ergebnisse auf dem Whiteboard festgehalten. 

Im zweiten Schritt geht es um persönliche Ziele. Diese können manchmal im Widerspruch zu den Teamzielen stehen, dann ist es für die anderen noch unverständlicher, warum jemand z.B. zu bestimmte Zeiten nicht reagiert oder Dinge mit geringerer Priorität behandelt als eigentlich abgesprochen.

Also stellen sich die Teammitglieder nun ihre persönlichen Ziele vor: Wann ist ein Tag für mich erfolgreich? Welche Aufgaben will ich noch erledigen? Wann arbeite ich gerne? Die Antworten auf diese Fragen werden ebenfalls gesammelt und festgehalten. 

Anschließend wird darüber gesprochen, wo sich Ziele widersprechen, wie einzelne Ziele dazu beitragen können, dass Dinge sich verzögern oder gar nicht bearbeitet werden und wie sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen können.

Eine derartige Klarheit bezüglich der Team- und der individuellen Ziele ist sicher keine Selbstverständlichkeit und will erst geübt werden. Auch hier wie bei vielen anderen Formen der Team-Kommunikation dürften sich Geduld und regelmäßiges Anwenden auszahlen.

(aus: Brigitte Berscheid / Kathrin Strehlau – Kathrin Strehlau – Mikrokrisen managen. managerSeminare 03/2022 S. 40)

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