31. August 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Zukunftskompetenzen

KRITIK: Eine angeblich höchst dringliche Frage: Welche Kompetenzen benötigen unsere Leute in der Zukunft? Oder besser: Welche Kompetenzen benötigen Menschen, die in Zukunft für uns arbeiten oder mit uns arbeiten? Bevor ich diese Frage hier beantworte: Warum ist sie denn so wichtig und dringlich?

Weil sich so viele ändert, und das mit rasanter Geschwindigkeit. Epochale Erkenntnis: „Die Zukunft ist unvorhersehbar und schnelllebig.“ In Zeiten, in den die Menschen Jahrhunderte lang vom Sammeln und Jagen gelebt haben, waren auch Jahrhunderte lang die gleichen Kompetenzen gefordert. Das Gleiche gilt für die Zeiten, in denen Ackerbau und Viehzucht die Grundlage der Existenz waren. Aber mit der Industrialisierung wurde das anders. Das begann vor ca. 250 Jahren und es ist kein Ende in Sicht.


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Naja, könnte man jetzt sagen: Die Menschen passen sich an, darin ist der Mensch groß. Warum muss man das jetzt managen? Stichwort „Kompetenzmanagement“. Könnte es nicht auch sein, dass mit den Veränderungen auch die Veränderungsbereitschaft kommt? Und dass die Fähigkeit, sich anzupassen, ausreichen wird, um die Herausforderungen zu bewältigen?

Kompetenzen managen?

Da werden jetzt die „Fachleute“ aufschreien und das Gegenteil behaupten. Und jede Menge Beweise vorlegen, dass Unternehmen, die sich frühzeitig um die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden kümmern, deutlich besser aufgestellt sind als andere, die alles so laufen lassen.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die Empfehlungen der Berater (Kultur muss wachsen). Sie haben sich natürlich viele Studien angeschaut und selbst Befragungen gestartet. Und daraus „drei zentrale Kompetenztypologien“ kondensiert, die da heißen: Personale, soziale und methodische. Das ist noch nicht sonderlich aufregend. Dahinter verbergen sich nun sechs Fähigkeiten. Und jetzt wird es irgendwie albern: Die Zukunft wird digital? Also braucht man Digitalkompetenz. Die Zukunft wird anstrengend? Also braucht man Resilienz. Die Dinge verändern sich ständig? Also braucht man Veränderungskompetenz – naja, das heißt hier Lernbereitschaft. Dazu kommen noch Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Kundenzentrierung. Mich wundert, dass da nicht sowas wie „Agile Kompetenz“ auftaucht, aber das versteckt sich wohl hinter Selbststeuerung und Kollaboration.

Da sind…

Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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