12. Juni 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Absoluter Standard

INSPIRATION: Trotz aller Anpreisungen von Pulsbefragungen und Instant-Feedback per App – die klassische Mitarbeiterbefragung ist nach wie vor absoluter Standard und sogar noch auf dem Vormarsch. Ergebnisse einer aktuellen Erhebung (Mitarbeiterbefragungen – bei den Unternehmen nach wie vor ein etablierter Klassiker).

Die Autoren haben eine Studie von 2007 nach zehn Jahren wiederholt und festgestellt, dass diejenigen Exoten sind, die keine solche Befragung durchführen. 2007 waren es 80%, 2017 sogar 88,5%, die eine Vollerhebung in Auftrag geben, meist in Kooperation mit externen Anbietern. Hier einige Fakten:


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Der Abstand zwischen zwei Befragungen liegt im Schnitt bei zwei Jahren, als Zielsetzung werden vor allem internes Benchmarking, Verbesserung der Kommunikation, Umsetzung der Strategie und externes Benchmarking genannt. Benchmarking hat als Ziel deutlich an Bedeutung gewonnen, vor allem das rückwärtsgewandte. Soll heißen: Da die Unternehmen inzwischen Ergebnisse aus mehreren Jahren vorliegen haben, wollen sie wissen, was sich verändert hat.

Zwischen dem Start der Befragung und der Kommunikation der Ergebnisse vergehen im Schnitt drei Monate (von wegen „Echtzeit-Feedback“), die Online-Variante ist allerdings auf dem Vormarsch, da könnte es ja irgendwann schneller gehen.

Und hier kommen die Top-Themen, die erhoben werden: Führung, Arbeitsplatzbedingungen, Information, Kollegen, Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten, Mitarbeiterbindung, Aufgabe, Strategie. Deutlich an Bedeutung gewonnen hat das Thema „Work-Life-Balance“, das inzwischen unter den Top-Ten ist. Nicht mehr so oft genannt wurden Vertrauen, Tätigkeitsspielraum und Fairness – die drei sind offenbar nicht mehr so in Mode.

Die Autoren stellen auch fest, dass die Ergebnisse der Befragungen nach wie vor eher selten mit anderen Kennzahlen verknüpft werden (Linkage-Analysen). Wenn überhaupt dann mit Kundenzufriedenheitsdaten (17.8%). Das ist in der Tat etwas verblüffend, hier würden sich doch einige Chancen ergeben.

Die Rücklaufquoten liegen im Schnitt bei 71,4%, eine erfreuliche Beteiligung. Die Unternehmen sind nach wie vor vom Nutzen überzeugt (70.3% sehen einen hohen Nutzen), der Wert lag vor 10 Jahren allerdings deutlich höher (85,8). Aus zwei Zahlen lässt sich natürlich kein Trend ablesen, mal schauen, ob zehn Jahre weiter die Welt ganz anders aussieht und solche Vollerhebungen der Vergangenheit angehören. Im Moment sieht es nicht danach aus.

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