20. September 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Team-Resilienz

INSPIRATION: Es ist verführerisch, Menschen innerhalb einer Organisation befähigen zu wollen, mit Belastungen besser umgehen zu können. Damit wälzt man die Verantwortung von der Organisation auf den Einzelnen ab. Deshalb sollte sich der Fokus ändern: Nicht der Einzelne, sondern das Team sollte resilienter werden.

Interessante Argumentation: Man stelle sich vor, in einer Abteilung arbeiten einige wenige, die besonders resilient sind und deshalb kaum jemals gestresst, während der Rest „am Rad dreht“. Hilft dem Rest nicht besonders. Wenn man ihnen dann Achtsamkeitstrainings „verordnet“, könnte der Druck auf sie noch steigen (Smarte Routinen, starke Teams).


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Wäre es da nicht besser, direkt am Team anzusetzen? Ich ergänze mal um den Aspekt, ob es nicht generell besser wäre, die Belastungen so zu steuern, dass die Teammitglieder in der Regel gut mit ihnen fertig werden. Aber gut, wenn dann der Druck dennoch zu groß wird, weil es nicht anders geht, schaut man sich bei Berufsgruppen um, die immer wieder in Extremsituationen funktionieren müssen. Was zeichnet diese aus? Beziehungsweise: Über welche Mechanismen verfügen sie, die ihre Mitglieder belastbarer machen?

Smarte Routinen, stellt Alexander Tirpitz in der Personalführung fest. Routinen können auf der einen Seite die Flexibilität in der sich ständig ändernden Umgebung einschränken. Andererseits stehen sie für genau das, was Resilienz fördert – zum Beispiel das gemeinsame „penible Bettenmachen beim Militär“. Eine einfache Tätigkeit, bei der man einerseits konzentriert und achtsam bei der Sache ist, und andererseits gleich zu Beginn des Tages einen kleinen Erfolg erzielt, so dass man „positiv auf alles Weitere“ schaut.

Bei Teams könnte das „3M-Konzept“ für die notwendigen Routinen sorgen:

Minimize: Gemeint sind Routinen, die bestimmte Belastungssituationen von vornherein abmildern. Als Beispiel genannt wird der „Teamreiseführer“. Hier notieren alle Mitglieder empfehlenswerte Hotels, Restaurants und Freizeitmöglichkeit…

Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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