23. August 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Über die Klinge springen

INSPIRATION: Der Einsatz neuer Technologie bringt nicht nur Vorteile. Das wird oft übersehen. Der Zoom-Boom zu Corona-Zeiten lieferte dafür Anschauungsmaterial zu genüge. Auch die Nutzung digitaler Tools im Change-Management bleibt eine zweischneidige Angelegenheit.

„Geht doch!“ So tönten viele in Corona-Zeiten. Wobei ihnen konkret auch nicht viel anderes übrig blieb, muss man ergänzen. Denn die Summe der Videokacheln auf einem Monitor macht noch lange kein Team. Wenn’s schlecht läuft, und oft läuft’s schlecht, ist das Ganze eben deutlich weniger als die Summe seiner Teile. Inzwischen ist das gut erforscht. Und wir wissen, was wichtig ist und was man vermeiden sollte (Wessen einziges Instrument ein Hammer ist).


Anzeige:

Wir sind Experten für 360° Feedback-Instrumente und für Mitarbeiterbefragungen, die wirklich etwas verändern. Unser erfahrenes Team unterstützt unsere Kunden in allen Projektphasen, also von der Konzeption über die Ein- und Durchführung bis hin zur Arbeit mit den Ergebnissen. Unsere innovativen Tools sind 'Made & hosted in Germany', werden inhouse entwickelt und ständig optimiert. Neugierig? Zur Webseite...


Schon seit Jahrzehnten lehrt der Soziotechnische Systemansatz, dass Mensch, Technik und Organisation (MTO-Konzept) gemeinsam verändert werden müssen. Sonst droht eben eine solche, unwuchtige Schieflage – ein Technosolutionism. Die Autoren (Digital transformieren) betrachten nun den Einsatz von digitalen Kommunikationstools, die sie DIOW nennen (Digitale Innovationen für Organisationalen Wandel), im Change-Management. Das Versprechen lautet: Mit dem Einsatz solcher Tools lassen sich Veränderungsprozesse inklusiver, individualisierter und anpassungsfähiger gestalten. Dagegen lässt sich zunächst nichts sagen. Manche Tools sind schon seit über zehn Jahren im Einsatz (Blogs, Wikis, Social Media), andere sind recht neu wie Apps oder Pulse-Feedbacks.

Drei Aspekte des Tool-Einsatzes

  • Inklusion durch digitalgestützte Beteiligungs- und Dialogformate: „Durch soziale Netzwerke, Blogs oder Wikis können Stakeholder am Diskurs über Veränderung teilnehmen.“
  • Individualisierung mittels digital personalisierter Maßnahmen: Nudges als personalisierte Anstupser zur Verhaltensänderung und Boosts (z. B. Erklärvideo) als individuelle Förderprogramme.
  • Anpassungsfähigkeit durch datengetriebenes Echtzeit-Monitoring: Auf dem Dashboard werden automatisch alle möglichen Indikatoren abgebildet.

Der Nutzen des Einsatzes solcher Kommunikationsmaßnahmen leuchtet unmittelbar ein. Doch zeigen sich bei genauerer Betrachtung auch enorme Risiken, die den (IT-)Toolklempnern vermutlich kaum bewusst sind. Wenn überhaupt, mögen sie noch an Datenschutz denken. Doch ethische und rechtliche Perspektiven mitz…

Thomas Webers

Dipl.-Psych., Dipl.-Theol., Fachpsychologe ABO-Psychologie (DGPs/BDP), Lehrbeauftragter der Hochschule Fresenius (Köln), Business-Coach, Publizist

Alle Beiträge ansehen von Thomas Webers →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert