KRITIK: Die Forderung ist alles andere als neu: Unternehmen hätten gerne unternehmerisch denkende Mitarbeiter. Einfache Angestellte genügen längst nicht mehr. Gerade heute, wo Start-ups den Konzernen mit ihrer forschen Art zusetzen. Aber wie bekommt man die begehrten Mitarbeiter?
Vor nicht langer Zeit wurde die Forderung nach unternehmerischem Denken und Handeln mit der Notwendigkeit der Kundenorientierung begründet. Jetzt ist alles VUCA und digital, da muss man zusehen, dass man Schritt hält. Man kann an verschiedenen Schrauben drehen, wie das immer so ist, wenn etwas geändert werden soll: An den Strukturen des Unternehmens, am Mindset des Managements und der Mitarbeiter, an der Kultur – und natürlich an der Auswahl neuer Mitarbeiter.
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Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten und Einstellungen
Eignungsdiagnostiker haben für letzteres natürlich schöne Modelle und Instrumente (Zwischen Kicker und Micromanagement). Damit wird dafür gesorgt, dass Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten und Einstellungen ins Unternehmen geholt werden. Mit „richtig“ ist hier „passend“ gemeint, wobei das natürlich schwierig ist. Was zeichnet Menschen aus, die unternehmerisch denken? Das können uns die Eignungsdiagnostiker auch sagen: Eine gewisse Risikofähigkeit, womit gemeint ist, dass sie Neues ausprobieren und sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Sie sollten kreativ sein, das geht einher mit Neugier, Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen und Extraversion. Sie sollten Chancen erkennen und Initiative zeigen. Und vielleicht auch noch Durchsetzungsstärke und Handlungskontrolle sowie Lernfähigkeit besitzen. Mehr nicht?
Start-up-Kultur
Damit diese begabten Menschen sich aber entfalten können, muss man für eine entsprechende Kultur sorgen, und zwar für eine Start-up-Kultur. Was natürlich nicht einfach ist, denn schließlich gibt es ja noch viele ältere Mitarbeiter, die eine traditionelle Kultur gewohnt sind. Eine feine Aufgabe für das Personalmanagement.
Es ist aber nicht damit getan, dass man „Mitarbeiter aus erfolgreichen Start-ups in das Unternehmen“ holt und dann hofft, dass diese dann für die entsprechenden Veränderungen sorgen. Weil erfahrungsgemäß die bestehende Kultur mächtiger ist und ein solcher Versuch scheitern muss. Ich frage mich dann, was es hilft, unternehmerisch denkende Menschen einzustellen, sie werden erfahrungsgemäß sehr schnell an der bestehenden Kultur verzweifeln, sich entweder anpassen oder wieder gehen.
Delegiert in den Coworking-Space
