9. September 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Des Kaisers neue Kleider?

INSPIRATION: Das Thema Nachhaltigkeit betrifft alle Unternehmensbereiche. So auch die Personalentwicklung. Nicht nur, dass Nachhaltigkeit gelernt werden will. PE muss auch ihren Beitrag zur Umsetzung der ESG-Berichtspflicht ab 2025 leisten.

Und zwar dadurch, dass die Kompetenzen der Mitarbeitenden zu fördern und zu erhalten sind. Wie das geschieht, ist ab dem Jahr 2025 für Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden darzulegen. Dazu braucht es Kennzahlen. Und da fängt die Malaise schon an: bei der Datengewinnung und deren -analyse. Darauf hatte dieselbe Forschergruppe unlängst schon hingewiesen (Wer hat Angst vor ESG?).


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Was wichtig ist

Und dann muss man im Unternehmen beim Thema über die Bereiche hinweg kooperieren. Es sind zwei übergeordnete Aufträge, die die ESG-Berichtspflicht für die Personalentwicklung generiert, so die Autor:innen in dieser weiteren Veröffentlichung (Nachhaltigkeit fördern):

  • Gezielt Kompetenzentwicklung betreiben
  • Über deren Wirksamkeit berichten

Nun, das sollte ein Personalentwickler doch leisten können, sollte man mutmaßen. Doch die Autoren lassen da eine gewisse Skepsis durchblicken, die man leicht teilen kann, wenn man den Vorläuferbeitrag (Wer hat Angst vor ESG?) liest. Dort hatten sie schon vier „Rollen“ für HR beschrieben – mit ansteigendem Anforderungsgehalt. Sagen wir es mal flapsig: Beginnend bei „Klein-Döfchen“ … Damit seien allerdings drei Viertel der Unternehmen gemeint. Ouups, das tut weh! Ist denn wenigstens Rettung in Sicht?

Über die Latte springen?

Nicht direkt. Denn die Materie ist verzwickt. „Unternehmen müssen zeigen, dass die PE-Maßnahmen, die unter die S-Kriterien fallen, auch in den Bereichen Umwelt (E) und Unternehmensführung (G) Wirkung erzielen. Um dies in Berichten nachzuweisen, muss PE Erfolgsindikatoren definieren – eine altbekannte Herausforderung.“ Aber eben keine triviale.

Nimmt man die Herausforderung ernst, dann braucht es eine umfassende Kompetenzentwicklung. Dazu gehören nun auch sogenannte „Green Competencies“. Und wie entstehen diese? Die Autor:innen schlagen Outdoortrainings oder Corporate-Volunteering-Projekte und Gamification vor. Na ja, es dürfte einen gewaltigen Unterschied machen, ob wir „Ringelpiez mit Anfassen“ im Wald spielen, oder tatsächlich lerntransferorientiert ansetzen – und das dann auch überprüfen. Nichts für Anfänger (siehe oben).

Oder dru…

Thomas Webers

Dipl.-Psych., Dipl.-Theol., Fachpsychologe ABO-Psychologie (DGPs/BDP), Lehrbeauftragter der Hochschule Fresenius (Köln), Business-Coach, Publizist

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