Gute Ideen, kreative Einfälle sind eine schöne Sache. Doch es braucht noch einiges mehr, damit aus ihnen Innovationen werden: Organisation, Mitarbeitende, Kunden. Es braucht Umsetzung in Produkte und Dienstleistungen. Und Akzeptanz auf den Märkten.
Früher war man der Ansicht: Innovation ist Sache von Experten. Das große Problem dabei wurde inzwischen mit „Ambidextrie“ adressiert: Während im Unternehmen die einen fleißig Wertschöpfung produzieren, verschwenden die anderen dieses Geld mit Experimenten. Wie löst man das Dilemma? – Hier die wichtigsten Beiträge auf MWonline zum Thema Innovation.
Grundsätzliches

Die Schwerkraft: Warum Dinge ändern? Ist es nicht schön, so wie es ist? Doch erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Warum wir gerne den Status-quo erhalten möchten, das aber nicht geht. Zum Artikel

Der Klassiker: Es braucht eine Institution dafür, damit alles in geordneten Bahnen verläuft. Es kann nicht jeder so vor sich hin innovieren. Sonst wird da im Zweifelsfall Blödsinn produziert und Geld verbrannt. Zum Artikel
Experten: Wo sitzen die wahren Experten für Innovationen? Sind es die Studierten in der Abteilung Forschung & Entwicklung? Die Unternehmer in Start-ups? Oder die Tüftler unter den frustrierten Konsumenten? Zum Artikel
Experimente: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner). Hilfreich ist dabei eine Cover-Story des Konjunktivs – Wunder, Überraschungen und Enttäuschungen sind möglich. Und es braucht eine Erlaubnis. Zum Artikel
Bedingungen schaffen: An sie bloß zu appellieren oder sie anzuordnen, ist zynisch. Damit psychologische Sicherheit entstehen kann, braucht es Voraussetzungen. Eine Investition, die das Unternehmen tätigen muss. Zum Artikel
Kritisches
Alte Gewohnheiten: Lösungen sind auch Fallen. Wir haben uns dran gewöhnt, uns darin eingerichtet. Wir ahnen, welche enorme Kraftanstrengung es bedürfte, auszuscheren und etwas Neues zu beginnen. Zum Artikel
Große Tanker: Konzerne sind nicht sonderlich risikofreudig. Opportunismus ist ausgeprägt. Es werden die falschen Ideen von den falschen Leuten verfolgt. Und die Hierarchie bremst allen Mut aus. Zum Artikel
Make or buy: Der Große kauft ein Start-up. Einfacher gesagt als getan. Kauft man zu früh und die erhoffte Innovation erweist sich als Flop, hat man viel Geld versenkt. Wartet man zu lange, ist die Konkurrenz schneller. Zum Artikel
Welches Schweinerl? Heute werden vor allem die disruptiven Veränderungen gepriesen. Es gäbe da jedoch auch noch Alternativen: Inkrementelle, Effizienz- oder Nachhaltigkeitsinnovationen. Zum Artikel
Agilität: Customer Centricity könnte eine Falle sein. Wer sich ultimativ anschlussfähig an den Kunden macht, ist nicht wirklich innovativ. Eher konformistisch. Vielleicht iterativ, aber nicht zur Disruption fähig. Zum Artikel
Innovatives

Kultur: Wichtiger als kreative Geister sind Arbeitsgestaltung und -methoden sowie Organisationskultur. Ohne psychologische Sicherheit halten sich die „Spinner“ zurück, entsteht keine Fehlerkultur. Zum Artikel

Ambidextrie: Die Beidhändigkeit in der Führung meint, dass man zugleich Exploitation und Exploration betreiben muss. Ein Dilemma? Vielleicht führen Sowohl-Als-auch oder Weder-noch zu einem Win-win. Zum Artikel
Serendipity: Über die besten Ideen stolpert man durch Zufall – im Bett, im Bad, im Bus. Wir brauchen Auszeiten. Und die sollte man sich systematisch nehmen. Und sich Zeit zum Beobachten geben – und sich anregen lassen . Zum Artikel
Open Innovation: Warum im Unternehmen nur allein Ideen austüfteln, wenn man auch andere, bspw. Kunden mit einbinden kann? Wenn zwei kooperieren, freuen sich alle. Für ein solches Setting braucht es einen guten Rahmen. Zum Artikel
Systemisch: Vier Dimensionen und vier Spielarten des Innovierens werden konzipiert. Die Innovationshelix gliedert sich in drei Phasen, die jeweils in drei oder vier Schritte unterteilt sind. Eine kühne Schleife. Zum Artikel
Praktisches
Hackathon: Man bindet Kunden und Experten in Prozesse der Produktentwicklung ein und lädt sie zu Wochenend-Challenges. Das soll Spaß machen. Doch nach dem Sprint folgt der Marathon der Umsetzung. Zum Artikel
Personas: Es geht darum, typische Kunden zu entwerfen. Und zwar nicht allgemein, sondern sehr spezifisch. Am besten geben Sie ihm einen Namen. Personas machen bewusst, für wen und warum man arbeitet. Zum Artikel
Prototyping: Ein „Minimum Viable Product“, also ein halbfertiges Produkt, das man Kunden präsentiert und schaut, ob sie es gebrauchen können. Zusammen mit den Kunden überlegt man, was noch zum perfekten Produkt fehlt. Zum Artikel
Schattenvorstände: Die Führungskräfte sind über 40 Jahre alt, doch die Zielgruppe des Unternehmens ist jung. Und man ist nicht erfolgreich. Ein Schattenvorstand aus fünf jungen Leuten berät die Führungskräfte. Zum Artikel
Working out loud: Eine Bank stellt ihren Mitarbeitern eine Plattform zur Verfügung, über die sich Menschen finden sollen, die gemeinsam an einer Idee arbeiten wollen und können. Es entsteht eine Netzwerkorganisation. Zum Artikel