21. Mai 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Persona-Analyse

PRAXIS: Eine nach außen präsentierte, kontextspezifische Variante der eigenen Persönlichkeit ist – jedenfalls in der analytischen Psychoanalyse nach C.G. Jung – die Persona. Sie spielt beispielsweise im Joballtag eine Rolle. Wird die Kluft zwischen der Kernpersönlichkeit und der Persona zu groß, entsteht Stress und Unzufriedenheit. Ein Fall fürs Coaching oder die Karriereberatung (Die Persona-Analyse).

Unter dem Stichwort Gravitation wird in der Berufspsychologie diskutiert, dass sich potenzielle Mitarbeiter ihre Unternehmen auswählen – und umgekehrt. Eine Kluft deutet so auf eine mangelnde Passung zwischen Persönlichkeit und aktuellem bzw. zukünftigem Job hin. Häufig sind sich Menschen dessen nicht bewusst. Man hat falsche, vielleicht sogar verklärte Vorstellungen.


Anzeige:

Veränderungen gemeinsam bewusst zu gestalten und das komplexe Zusammenwirken aller Beteiligten wirksam zu verzahnen, damit sie ein Unternehmen voranbringen - dabei begleitet Gabriele Braemer mit clear entrance® seit über 20 Jahren Organisationen rund um den Globus. Mit strategischem Know how, methodischer Vielfalt und einem echten Interesse für Ihr Anliegen. Zur Webseite...


Die Persona-Analyse in drei Schritten

  • Zunächst werden Informationen zur Kernpersönlichkeit durch Interviews oder wissenschaftliches Persönlichkeitsverfahren (ungeeignet: Typentests) erhoben.
  • Es folgt die Erhebung der Persona durch Fragetechniken oder weitere Methoden, um die situativen Verhaltensmuster zu analysieren.
  • Anschließend wird eine Gap-Analyse durchgeführt: Wo gibt es einen Fit, wo misslingt er?

Zur Visualisierung der erfragten Informationen eignen sich Flipchart oder Moderationswand. So kann man schrittweise und flexibel vorgehen. Was das Ergebnis dieser Arbeit betrifft, kann man nun an die Empfehlung eines Jobwechsels denken, aber auch an spezifische Coaching- und Trainingsmaßnahmen, die helfen sollen, die Kluft zu verringern.

Angemerkt werden muss, dass das Konzept auf der analytischen Psychoanalyse nach C.G. Jung basiert. Diese Ausrichtung muss nicht jeder freudig teilen. Ein alternativer Ansatz ließe sich über die Rollenanalyse (Schlüsselkonzepte im Coaching) herstellen. Dort wird nicht mit Persönlichkeit argumentiert als vielmehr mit spezifischen, situativen Rollenanforderungen. Das Rollogramm als Analyseinstrument besteht aus zwei sich überlappenden Kreisen (private vs. Job-Welt). Eine malerisch/zeichnerische Ausgestaltung dieser Kreise durch den Klienten umgeht durch seine projektive Anlage vorschnelle Rationalisierungen. Eine Auswertung geschieht in einer Bildbetrachtung/-diskussion durch ein Berater-Team, dass freie Assoziationen entwickelt und dem bloß zuhörenden, sich nicht rechtfertigenden Klienten zur eigenen Reflexion zur Verfügung stellt.

Teile diesen Beitrag:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert