24. Mai 2024

Management auf den Punkt gebracht!

Pick-up Feedback

REZENSION: Tanja Föhr – Pick-up Feedback für Führungskräfte. Wissen und Methoden für eine eigenverantwortliche Feedback- und Lernkultur. managerSeminare 2023.

Mit diesem, teils an einen Comicstrip erinnernden Buch für Anfänger, will die Autorin recht buntgemischte Methoden vermitteln. Für junge Führungskräfte möglicherweise eine inspirierende Lektüre.


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Feedbackmethoden und entsprechende Literatur gibt es, seit es Managementliteratur gibt. Wirklich Neues ist selten zu finden und wird auch hier dem Leser nicht geboten. Es ist die Aufbereitungsart, mit der die Autorin sich bemüht, ein zeitgemäßes Gewand den bewährten Methoden zu verschaffen. Wenig Text, viele Bilder und eine Sprache, die jungen Leitungspersonen Lust auf Feedback geben soll.

Hierbei legt sie das Bild der engagierten und mitarbeiterbeteiligenden Kultur als Ziel zu Grunde. Idealerweise viele proaktiv orientierte Teams, die dankbar die Chance zur Selbstreflexion aufgreifen. Offen ist, wie realistisch dieses Bild auf die Mehrheit von Unternehmen zutrifft, da Feedback natürlich nur in einen größeren größeren Rahmen der Zusammenarbeit eingebettet sein kann. Die Inhalte sind in drei Kapitel unterteilt:

Die Inhalte

  1. Basics: Feedback als Führungstool. Unter der Überschrift: „Warum wir Führung neu denken sollten“ gibt die Autorin in einer Einführung kleine Führungstipps, wie „Anweisungen nicht als Feedback verpacken“ oder auch Begründungen, warum Menschen Fehler machen.
  2. Die 5 Arten des Pick-up Feedbacks.  Methoden und Tipps nehmen den größten Teil des Buches ein. Die präsentierten fünf Pick-ups werden folgendermaßen kategorisiert:
    • Training on the job
    • Wertschätzungsmethoden,
      Bspw. der „Rückblick mit Wertschätzung“ strukturiert die gemeinsame Reflexion eines Projektfortschrittes unter den Gesichtspunkten: Damit aufhören – Weniger davon – Mehr davon – Damit anfangen – Beibehalten – Wem wollen wir danken?
    • Ratschlag-Methode.n
      Mit dem Speedratschlag werden KollegInnen bpw. spontan gefragt, was ihnen als Idee zu einem Problem einfällt. Man kennt die Methode wohl auch unter dem ähnlich genutzten Begriff „Brainstorming“. Also die ersten Ideen aussprechen, die einem einfallen.
    • Coaching-Methoden. Es wird bspw. eine Coaching-App beschrieben, die so nebenbei Feedbacks zwischen Personen ermöglicht. Wer seinen Mitarbeitenden nicht persönlich begegnen kann oder möchte, hat hier die Möglichkeit, zumindest ein paar Ziele zu vereinbaren und sie per Ferndiagnose gemeinsam anzugehen. Die persönliche Begegnung und die gerade für eine vertrauensvoll getragene Beziehung wesentlichen Anhaltspunkte wie Körpersprache und Empathie bleiben eher außen vor.
    • Evaluationsmethoden. Die Selbstreflexion wird ergebnisorientiert angeregt und in konkrete Verbesserungsmöglichkeiten und Ziel überführt. Kontinuierliche Selbstoptimierung der Mitglieder und des Teams soll wohl für alle überprüfbar gemacht werden.
  3. Upgrade: Wie wirkt Feedback?
    Hier folgen Hinweise zu unterstützenden Rahmenbedingungen, die Lernprozess und Feedbacks unterstützen.

Die Methoden wirken wie eine Sammlung unterschiedlichster Gesprächs- und Moderationsideen. Man blättert das Büchlein eher durch und bleibt dann ggf. an einem Stichwort hängen. Der Begriff „Feedback“ wird sehr allgemein gefasst und meint hier auch Moderationshilfen für gemeinsame Lernkultur und wertschätzende Teamgespräche.

Wer unkomplizierte Tipps für seine Teamführung sucht, wird sicherlich manche Idee dazu finden.

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