13. Februar 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Raummodell

PRAXIS: Das Raummodell ist ein systemisches Coaching-Tool, um Selbstorganisationsprozesse anzustoßen. Besonders hilfreich ist es bei der Klärung vager Anliegen. Ziel des Tools ist es, Suchprozesse des Klienten anzuregen, um Anliegen und Lösungsideen neue Impulse zu geben. Dabei werden drei Räume unterschieden: Der Wirklichkeits-, der Möglichkeits- und der Zielraum. Die Standardfrage lautet: „Nehmen wir an, in einem der Räume könnte für Sie ein Anliegen oder eine Lösung liegen, für welchen Raum würden Sie sich im Moment entscheiden?“

  • Wirklichkeitsraum – Beschreibung des Status quo: Hier geht es nicht um eine Veränderung der Zukunft, sondern um ein Neubewerten aktueller innerer Bilder und Geschichten. Hilfreiche Fragen sind: „Welchen Einfluss hat die konstruierte Wirklichkeit auf das jetzige Denken, Fühlen und Handeln?“ – „Welche Anteile der Geschichte halten die Problembeschreibung aufrecht?“
  • Möglichkeitsraum – Optionen und Ressourcen: Unabhängig von Zielformulierungen soll kreativ nach Ausnahmen und Wundern Ausschau gehalten werden. Fragen sind z.B. „Was brauchen Sie, um auf Ihre Ressourcen zurückzugreifen?“ – „Wenn Sie neue Optionen entwickeln würden, welche wären das?“
  • Zielraum – Zielideen: Die Aufmerksamkeit liegt auf der Zukunft, auf passenden Entscheidungen und konkreten Handlungen. Mögliche Fragen sind „Woran können Sie merken, dass Sie sich im Zielraum bewegen?“ – „Wenn Sie eine Vision von Ihrer Zukunft hätten, wie sähe diese aus?“

Die Klienten werden eingeladen, einen gedanklichen Spaziergang im jeweiligen Raum zu machen, auch können Seile und Moderationskarten genutzt werden oder unterschiedliche Zimmer. Es kommt dabei weniger darauf an, ein Ziel zu erreichen, sondern sich auf den passenden Weg zu konzentrieren. Auch eine Problemsicht, das was bisher möglich war, wird wertgeschätzt.


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(Nach: Haja Molter / Karin Nöcker – Das Raummodell als Landkarte für Coaching-Prozesse. Coaching Magazin, 02/ 2012, S. 38-41)

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Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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