PRAXIS: Führen Sie in Ihrem Unternehmen Großgruppenveranstaltungen durch? Wenn ja, welche? Und wer moderiert diese? Eine Umfrage zeigt, dass die Methoden bekannt, die Durchführung aber oft zu wünschen übrig lässt. Am häufigsten angewandt wird offenbar das World Café, alle anderen wie Open Space, RTSC oder Appreciative Inquiry kommen deutlich seltener zum Einsatz. Wer sich daran versucht, berichtet über gute Erfahrungen.
Insgesamt aber zeigt die Umfrage, dass die Ziele, die mit den Veranstaltungen erreicht werden sollten, nicht selten verfehlt werden. Da dürfte es vermutlich schon bei der Auftragsklärung hapern. Aber auch andere Stolpersteine haben die Autoren ausgemacht (Große Gruppen wuppen: Hier hapert’s noch): Gelegenheitsmoderatoren statt ausgebildete Profis werden mit der Durchführung beauftragt, stille oder zu dominante Teilnehmer, werden genannt und die Ergebnisfindung wird als schwierig erachtet. Fazit der Studie: Es besteht ein Professionalisierungsbedarf.
Die Tipps, die daraus abgeleitet werden:
- Für einen klaren Ablauf und Regeln sorgen und dies auch sauber kommunizieren
- Die Methode sorgfältig auswählen – nicht jede Methode passt für jeden Zweck!
- Bei der Arbeit in Untergruppen (was bei alle Methoden mehr oder weniger oft vorkommt) diese nicht zu groß planen – Kleingruppen aus fünf Teilnehmern sind ideal, ab sieben wird es schon schwierig.
- Puffer einbauen – ein zu eng getaktetes Vorgehen führt zu Stress und mindert die Qualität der Ergebnisse. Die Teilnehmer brauchen zwischen den Durchgängen Zeit zur Orientierung.
- Einen Plan für das Vorgehen nach der Konferenz erstellen – nichts ist demotierender, als wenn auf die Frage am Ende „Und jetzt?“ vertröstet werden muss nach dem Motto: „Wir schauen mal.“
