1. Februar 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Horizont von Möglichkeiten

INSPIRATION: Früher schien es wirklich einfacher zu sein als heute, denn die Zahl der Studienplätze und Ausbildungsangebote ist schier unüberschaubar. Wer bietet Hilfe bei der Orientierung? Eine Volontärin der Wirtschaftswoche hat einen Selbsttest gemacht.

Bei der Arbeitsagentur empfiehlt man ihr die Ausbildung zur IT-Systemkauffrau. Beim Career Service der Düsseldorfer Uni soll sie Diplomatin werden, schließlich lernt sie in ihrer Freizeit Chinesisch. Ein professioneller Bildungs- und Karriereberater schließlich sieht sie als angehende Lehrerin.


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Und nun? Welcher von 19.000 Studiengängen und 450 Ausbildungsberufen soll es denn nun sein? Ihr Fazit: In allen drei Fällen hat sie ein wenig mehr über sich selbst erfahren, das heißt: Ihr Blick hat sich etwas geweitet, ihr im Dickicht der Möglichkeiten einzelne Wege gewiesen, wenn auch niemand ihr den EINEN, den WAHREN Beruf nennen konnte. 

Das, was bei jeder Beratung herauskam, waren Empfehlungen, sich weiter zu informieren. Auch das hat seinen Preis, private Anbieter nehmen zwischen 500 und 1.500 Euro für eine solche Beratung. Aber offenbar bieten diese auch den größten Nutzen, denn die Autorin („Wir planen hier nicht bis zur Rente„) hat bei ihm am meisten über sich gelernt. Und fühlt sich wohl mit ihrer Entscheidung, Journalistin zu werden.

Tatsächlich ist das auch meine Erfahrung. Ich begleite hin und wieder junge Menschen, die sich schwer tun mit der Wahl ihrer ersten Ausbildung. Auch ich starte meist mit dem Hinweis, dass diese Entscheidung zwar wichtig, aber nicht über ihr komplettes weiteres Leben bestimmt. Denn so viel dürfte sicher sein: Kaum jemand wird sein ganze Berufsleben nur einen einzigen Beruf ausüben, auch wenn das natürlich weiter vorkommen wird.

Und die Erwartung, dass man mit einem konkreten Berufswunsch aus einer solchen Beratung herausgeht, ist in der Regel unrealistisch (auch wenn das manchmal klappt). Wer keine eindeutigen Interessen und besonderen Talente hat bzw. bisher diese bisher nicht entdeckt hat, bei dem werden sie auch nicht durch einen Test oder geschicktes Fragen plötzlich auftauchen. Was in der Regel immer möglich ist, das Feld der Möglichkeiten einzugrenzen. Aber das kann schon eine sehr große Hilfe sein…

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Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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