2. Juni 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Führung: Sechs Thesen und ein Disput

DISPUT: Wir probieren etwas Neues. Einen Disput. Die Geschichte ist schnell erzählt: Frank Edelkraut, den ich schon sehr lange kenne und schätze, hat ein Buch geschrieben (Leadership vom Kopf auf die Füße stellen) und es mir zugesandt, um meine Meinung dazu einzuholen. Im Gegenzug habe ich ihm mein letztes Werk geschickt (Das Ende der Führung?). Wir stellten beide fest, dass der Titel des anderen zwar interessant zu lesen war, aber durchaus Widerspruch herausfordert.

Das allein „auszutragen“, ist ein wenig öde. Warum also nicht „öffentlich“? In Form eines Disputs? Um das Ganze etwas zu strukturieren, haben wir jeweils drei zentrale Thesen formuliert.


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Auf einen Ablauf haben wir uns rasch geeinigt:

Der Ablauf

Beide „Kontrahenten“ bereiten drei Thesen vor und senden sie dem anderen. Im Disput hat zuerst Johannes zwei Minuten für seine erste These, Frank hat zwei Minuten zur Gegenposition. Anschließend haben unsere Zuhörer die Gelegenheit, vier Minuten lang Fragen zu stellen bzw. ihre Meinung kundzutun.

Dann kommt Frank mit seiner ersten These, anschließend Johannes mit seiner Erwiderung. Danach sind wieder die Teilnehmer an der Reihe.

Es folgt jeweils eine zweite These in der gleichen Form, nur dass diesmal Frank beginnt. Dann ist Johannes an der Reihe mit These Nr. 2.

Die dritte These ist als „Reserve“ gedacht, das Format ist bewusst kurzgehalten.

Nach der Zuhörer-Runde ziehen beide „Kontrahenten“ ihr persönliches Fazit, das nicht vorbereitet ist, da wir die Gegenrede des anderen nicht kennen.

Zum Abschluss sind noch einmal die Teilnehmer gefordert, ihr Resümee zu ziehen. Der Disput ist auf eine halbe Stunde beschränkt. Die Moderation übernimmt Thomas Webers. Er sorgt für die Einhaltung der Zeitvorgaben und moderiert die Zuhörer-Runde.

Die Thesen

Hier kommen Franks Thesen:

  • Wir brauchen mehr Alpha-Männchen – Führung ist immer auch ein Machtspiel und dies muss eine Führungskraft beherrschen.
  • Verhalten unter Druck trennt die Spreu vom Weizen – Wenn es gut läuft, brauchen wir keine Führungskräfte. Wenn es schwierig wird, ist Führung dagegen unerlässlich.
  • Es gibt Macher, Mitmacher und Miesmacher – Wir können nicht alle in unseren Teams tolerieren.

Dies sind die Thesen von Johannes:

  • Führung als Konstrukt ist vielschichtig und hoffnungslos überfrachtet, so dass einzelne Positionsinhaber damit in der Regel überfordert sind – sein müssen!
  • Es ist ein Mythos, dass am Ende immer einer entscheiden muss. Entscheidungen können sehr wohl von Gruppen getroffen werden.
  • Einzelnen Personen Macht über andere qua Position zu übertragen, ist hoch riskant und sollte nur in Ausnahmen erfolgen.

Spannende Thesen … und wir sind sehr gespannt, was unser Diskurs bringt. Lust, dabei zu sein?

Wann? Unser Gespräch findet statt am Mittwoch, den 17.6. um 11:00 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen!

Wie? Indem man auf diesen Link klickt und am Teamsmeeting teilnimmt.

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Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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