14. Oktober 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Selbstorganisation in Stufen einführen

INSPIRATION: Arbeiten Ihre Mitarbeiter noch strikt nach Anleitung? Oder dürfen sie schon selbst entscheiden, wer welche Aufgaben übernimmt? Dann wären sie bereits auf Stufe 1 der Selbstorganisation. Welche Stufen folgen und wie Sie als Führungskraft schrittweise für Selbstorganisation sorgen, erklären Berater im Personalmagazin (Bereit für die Selbstorganisation?).

Die Annahme, die diesem Modell zugrunde liegt, lautet: Selbstorganisation ist keine Alternative zur Hierarchie, sondern kann auch innerhalb von Hierarchien gedeihen. Das ist jetzt nicht ganz neu, denn schon immer empfahlen Führungstrainer ihren Teilnehmern, so viel es geht zu delegieren und Mitarbeitern Entscheidungsfreiräume zu gewähren. Auf der untersten Stufe des Modells entscheiden die Mitarbeiter, wie sie ihre Arbeit erledigen, die Standards aber legt der Chef fest und er übt auch die Kontrolle aus.


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Auf der nächsten Stufe können die Mitarbeiter die Standards selbst setzen und kontrollieren. Und auf der dritten Stufe handeln die Teams eigenständig unternehmerisch, es gibt hier natürlich noch Führung, aber die wird auf verschiedene Personen verteilt. Die Übergänge dürften fließend sein – und ich bin mir auch nicht sicher, ob ein Stufenmodell hier überhaupt Sinn ergibt.

Was aber auf jeden Fall sinnvoll ist: Führungskräfte können ihre Mitarbeiter auf dem Weg zur Selbstorganisation begleiten und fit machen – und damit vermutlich ihre eigene bisherige Rolle überflüssig machen.

5 Handlungsfelder

  1. Sinn und Zweck: Führungskräfte sollten den Sinn und Zweck der Organistation in einem einfachen kurzen Satz erklären und diesen mit ihren Mitarbeitern diskutieren. Wobei es vermutlich vielen sehr schwerfallen dürfte, den Abteilungszweck so schlicht darzustellen, da werden etliche schwer ins Grübeln gelangen. Aber eine gute Übung.
  2. Kultur: Hier geht es um das Menschenbild, und das lässt sich am besten an Hand des Umgangs mit Fehlern erkennen. Also sollten Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern darüber reden, wie mit Fehlern umgegangen wird oder werden soll, am besten in einem Workshop dazu. Gerade wenn Mitarbeiter selbst entscheiden sollen, müssen sie wissen, was passiert, wenn etwas schief geht. Guter Hinweis: Möglichst wenige Regeln aufstellen, und wenn, dann solche, die notwendig sind, um das Unternehmen nicht zu gefährden.
  3. Führung: Wer selbstständig denkende und handelnde Mitarbeiter haben möchte, der sollte vo…

Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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