PRAXIS: Sind Sie jemand, der viel von sich erwartet? Der den Tag vollpackt mit Aufgaben und sich abends wundert, wenn er oder sie doch wieder nicht alles geschafft hat? Im Gegenteil: Der dann feststellt, dass er – mal wieder – weit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben ist?
Das ist die Crux unseres Daseins: Unser Hirn ist ”auf die Wahrnehmung des Negativen konditioniert” (Kriegen Sie Ihre Gefühle in den Griff!). Da kann es schon reichen, wenn wir nur eine Kleinigkeit nicht erledigt haben – diese nehmen wir wahr und übersehen, was alles gut gelaufen ist.
Die folgende Übung ist nicht wirklich neu – wir haben schon öfter von ”Dankbarkeitstagebüchern” gelesen. Wobei Sie hierfür nur vier Minuten am Tag benötigen.
4 Minuten pro Tag für mehr Zufriedenheit
Sie nehmen sich vor dem Einschlafen zwei Minuten, um Antworten zu den folgenden Fragen zu finden: ”Was war eine kleine Sache an diesem Tag, die gut war? Warum war sie gut und was war daran mein eigener Beitrag?” Fertig. Mehr nicht.
Morgens dann, bevor Sie den ersten Kaffee oder Tee trinken oder den Laptop aufklappen, beantworten Sie diese beiden Fragen: ”Worauf freue ich mich heute?” Und: ”Was kann mein Beitrag sein, damit der Tag ein guter Tag wird?“
Das machen Sie konsequent, und zwar 66 Tage lang. Warum 66 Tage? Keine Ahnung, ich vermute, um ein Ziel vor Augen zu haben. So wie man ein Maßband abschneidet für die Zeit bis zu dem Tag, an dem etwas Besonderes endet oder anfängt.
Der begrenzte Zeitraum hat auch den Charme, dass wir uns nicht selbst frustrieren, wenn wir irgendwann feststellen: ”Mist, das hatte ich mir vorgenommen, aber mal wieder nicht durchgehalten.” Wenn wir es vergessen, ist es ja nicht schlimm – Hauptsache, wir schaffen die 66 Tage.
Das angestrebte Resultat ist klar: Wir trainieren, Dankbarkeit für das Positive zu empfinden und gleichzeitig zu erkennen, welchen Einfluss wir selbst auf viele positiven Moment haben.
