INSPIRATION: Das ist keine Theorie, sondern tatsächlich passiert: Die Haufe Akademie bietet 12 Menschen unbegrenzt Zugang zu Coaching und Trainings, und das über zwei Jahre (Experiment: Weiterbildung ohne Grenzen). Nach einem Jahr wurde ein erstes Fazit gezogen. Dabei fanden sich drei zentrale Erkenntnisse:
- Die Teilnehmer buchten nicht den gesamten Trainingskatalog rauf und runter, sondern wählten sehr gezielt aus.
- Als deutlich nützlicher wurde hingegen das Coaching wahrgenommen, die Möglichkeit, sich spontan bei einem Coach zu melden und eine Lösung für eine Frage zu finden, wurde häufig genutzt.
- Häufiger als erwartet reflektieren die Teilnehmer ihre private Situation verbunden mit der beruflichen und überlegen, wie sie beides in Einklang bringen können. Dabei wird der Job in den wenigstens Fällen ausschließlich als Broterwerb betrachtet, sondern soll immer auch zur Zufriedenheit beitragen.
Das dürfte alle freuen, die ohnehin der Meinung sind, dass Coaching das Tool der Wahl ist, vor allem, weil es weitaus flexibler einsetzbar ist als ein Training, das zu einem bestimmten Termin gebucht werden muss, zu dem die Fragestellung vielleicht schon gar nicht mehr aktuell ist.
Anzeige:
Flipcharts sind und bleiben in Trainings, Workshops und Veranstaltungen eines der wirkungsvollsten Kommunikationsmittel. Aber sie bereiten oft Kopfschmerzen: Immer wieder fehlen Ideen für einzelne Bilder oder den Aufbau ganzer Plakate, regelmäßig mangelt es an Zeit, um professionelle Flipcharts zu erstellen. Mit YourFlip kann jede:r in wenigen Minuten spannende Flipcharts mit Wow-Effekt erstellen. Zur Webseite...

Seminaranbieter hingegen wird diese Erkenntnis eher weniger froh stimmen. stehen sie doch ohnehin unter dem Druck, ihre Angebote rechtfertigen zu müssen. Aber auch die Personalentwickler haben vielleicht daran zu knabbern: Sie, die gerne maßgeschneiderte Programme für jede Mitarbeitergruppe stricken und sich schwer tun, die Themen, Häufigkeit und Anzahl der Trainings den Mitarbeitern zu überlassen, bekommen hier den Hinweis, dass sie ruhig etwas mehr vertrauen können. Mitarbeiter überlegen sich sehr gut, ob sie einen oder mehrere Tage den Arbeitsplatz verlassen, um Wissen zu tanken, das sie vielleicht gar nicht benötigen.
Die Personalentwickler sollten vielleicht auch noch mehr darauf achten, dass „Personalentwicklung“ mehr ist als Karriereplanung und berufliche Qualifikation. Auch wenn es „Personal“ heißt, man bekommt immer den ganzen Menschen, und der besteht eben nicht nur aus seiner beruflichen Rolle.
Sicher, zwölf Versuchspersonen sind alles andere als repräsentativ. Aber interessant ist die Erfahrung dennoch, denn die Gruppe ist bunt gemischt – Angestellte, Selbstständige, Studenten, Asylanten, Praktikanten, Führungskräfte. Mal schauen, was die wirtschaft + weiterbildung berichtet, wenn das zweite Jahr vergangen ist.
