3. Januar 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Candidate Personas

PRAXIS: Was erwarten mögliche neue Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber? Und wie stellt man sich auf diese Erwartungen ein? Die Methode „Candidate Persona“ hilft, Ideen zu entwickeln, um das eigene Unternehmen interessant zu machen. Sie entstammt dem Design Thinking und wurde von uns schon an anderer Stelle beschrieben (Personas).

Im Personalmagazin (Perspektivwechsel) erläutern zwei Personaler, wie sie die Methode im Rahmen des Personalmarketings einsetzten. Es geht darum, den idealtypischen Kandidaten (bzw. verschiedene hiervon) so anschaulich zu beschreiben, als seien es reale Personen. Damit wird der Zielgruppe praktisch „Leben eingehaucht“, mit der Folge, dass die Ideen, wie man diese Wunschkandidaten anlockt und für das Unternehmen gewinnt, nur so sprudeln.


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Bei Zeb ist man wie folgt vorgegangen: Zuerst hat man sich die Candidate Journey angeschaut, also den Weg, den ein potenzieller Bewerber vom ersten Kontakt bis zum Abschluss der Bewerbung durchläuft. Dazu hat man neu eingestellte Mitarbeiter sowie Bewerber, die das Angebot nicht angenommen haben, nach ihren Erfahrungen befragt.

Mit den Ergebnissen wurden in fünf Workshops Candidate Personas entwickelt, fünf an der Zahl, darunter den selbstbewussten Betriebswirtschaftsstudenten Justus und die proaktive Bankkauffrau Sarah. Besonders genau hingeschaut hat man bei den „Herz- und Schmerzpunkten“, also den „Erfahrungen und Erwartungen, die für die Kandidaten besondere Relevanz haben, well sie mit starken Emotionen besetzt sind.

Die einzelnen Personas enthalten Angaben zur Person wie Familienstand, Alter, Wohnort etc, Charaktereigenschaften, sozialer Hintergrund, Interessen/Hobbies und Erwartungen an den Arbeitgeber.

Daran schließen sich Ideen an, wie man die einzelnen Kandidaten dabei unterstützen kann, das Unternehmen als potenziellen Arbeitgeber wahrzunehmen (Vorträge an der Uni, Laufevents organisieren, Werbung auf Chefkoch.de, Fachartikel veröffentlichen usw.)

Das Verfahren ist zwar mit einem größeren Aufwand verbunden, aber macht Laune und führt zu einem deutlich reizvolleren Recruiting-Prozess.

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Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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