INSPIRATION: Wie nutzen Coaches GenAI? Und welche Vorteile und Einschränkungen nehmen sie wahr? Eine Studie gewährt Einblicke in ein breites Anwendungsspektrum in der Coaching-Praxis. Und arbeitet die Knackpunkte heraus.
Eine Befragung von 85 Business- und Karriere-Coaches – starker Männeranteil und schwerpunktmäßig aus den USA sowie UK stammend – zeigt ein breites Anwendungsspektrum von GenKI-Tools im Coaching (Erweiterung des Coachings durch Generative KI). Dabei fällt auf, dass GenKI vor allem für die Inhaltserstellung und Recherche verwendet wird. Also für die Wissensgenerierung und kreative Aufgaben wie Brainstorming von Lösungen, Simulation von Trainingsszenarien und sogar das Erlernen neuer Coaching-Techniken.
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Der GenKI-Einsatz bei diesen Aufgaben erscheint den Coaches sehr effektiv zu sein. Insbesondere betrifft dies die Trainingssimulationen und das Erlernen neuer Coaching-Techniken, aber auch – auf dem dritten Platz – die Recherche. Weniger genutzt werden von den Coaches Sitzungsdokumentation und das Monitoring des Klientenfortschritts. GenKI wird bei diesen administrativen Aufgaben von den Coaches auch nicht als besonders effektiv erlebt.
Menschliche Coaches werden nicht überflüssig
Wenn die Befragten zwar zukünftig eine zunehmende Verbreitung von GenKI erwarten, äußern sie sich doch skeptisch auf das Szenario einer vollständigen Übernahme zentraler Coaching-Funktionen durch KI angesprochen. Dass menschliche Coaches überflüssig würden, halten sie für wenig wahrscheinlich. Die eigene KI-Kompetenz erachten die Coaches insgesamt als hoch.
Im Gegenteil ist die Wunschliste an eine zukünftige GenKI lang: Verbesserte Verhaltensanalysen beispielsweise würde man nur allzu gerne erhalten wollen, um damit zu „erweiterten Klienten-Insights“ zu gelangen. Auch die Fortschrittsverfolgung und „prädiktive Analysen zur Optimierung von Interventionen“ stehen auf der To-Do-Liste. Letztlich würde man eine stärkere Personalisierung befürworten, um auch adaptive Lernpfade designen und maßgeschneiderte Hinweise geben zu können. Vermisst werden bislang eine „verbesserte emotionale Intelligenz“ und auch Kontextsensitivität. Kritik an solchen Insights-Ambitionen habe ich schon an anderer Stelle geäußert (Der dritte Mann).
Zudem wünscht man sich eine verbesserte administrative Automatisierung, eine bessere Unterstützung bei der Inhaltsgenerierung sowie „Echtzeit-Coaching-Unterstützung“. – Die…
