8. August 2026

Management auf den Punkt gebracht!

Regiestuhl

PRAXIS: Eine schöne Coaching-Übung, die sich auch gut allein durchführen lässt – man muss sich nur darauf einlassen. Wann immer Sie das Gefühl haben, dass es zwischen Ihnen und anderen (sei es Ihr Team, eine Kollegin, Ihre Führungskraft, ein Kunde usw.) knirscht und Sie keine Idee haben, was Sie unternehmen sollen, passt dieses Tool.

Die Idee ist einfach: Sie nehmen drei Stühle. Dann setzen Sie sich auf den ersten und betrachten die Situation aus Ihrer Sicht. Wie geht es Ihnen dabei? Was frustriert Sie? Was ärgert Sie? Wie fühlen Sie sich auf diesem, Ihrem Stuhl?


Anzeige:

Ihre Motive treiben Sie an - Ihre Werte bieten Ihnen Orientierung - Ihre Begabungen ermöglichen Ihnen Ihre Ausführungsfreude. Die Analyse Ihrer drei eigenen Emotionsbereiche zeigen Ihnen Ihr Potenzial für förderliches oder hinderliches Verhalten in verschiedenen Kontexten auf. Warum? Ihre Entscheidungen basieren auf Ihre Emotionen. Sie analysieren und bewerten sich selbst - kein anderer. Sie sind für Ihr psychologischen Wohlbefinden selbst verantwortlich, in deutsch oder englisch. Zur Website...


Anschließend wechseln Sie den Platz und setzen auf dem Stuhl des oder der anderen. Was passiert jetzt? Wie geht es denjenigen, die mit Ihnen zu tun haben?

Der Blick von außen

Und schließlich wechseln Sie noch einmal den Stuhl, diesmal nehmen Sie auf dem Regiestuhl Platz. Von hier aus betrachten Sie nun die Szenerie, also von außen, als neutraler Dritter. Nun erscheint die Situation in einem neuen Licht, aus einer „intelligenten Distanz“ heraus.

Es geht auch noch konkreter. Statt der allgemeinen Situation nehmen Sie eine konkrete Aufgabe. Z.B. ein Meeting, das Sie geleitet haben. Das betrachten Sie eimal vom Stuhl des Meetingleiters, dann vom Stuhl der Meetingteilnehmer, und schließlich auch hier vom Regiestuhl aus.

Regelmäßig üben

Wenn sich hier nicht sofort ein Erkenntnisgewinn einstellt, bleiben Sie am Ball. Je häufiger Sie die Perspektive wechseln, umso leichter fällt es Ihnen irgendwann im Alltag, aus der Situation, die Sie frustriert, herauszutreten, die Position des Regisseurs einzunehmen und dann zu neuen Entscheidungen zu kommen, die der Situation gerechter werden.

(Nach: Martin Wehrle – Der Regiestuhl. managerSeminare, 01/2026, S. 55)

Werden Sie diesen Tipp ausprobieren?
Teile diesen Beitrag:

Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

Alle Beiträge ansehen von Johannes Thönneßen →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert