15. August 2026

Management auf den Punkt gebracht!

„Schlaf gut!“

PRAXIS: „Das wäre schön“, werden jetzt einige denken, aber die Realität sieht anders aus. „Schlaf ist ein Lebensthema“, weiß die Wirtschaftswoche und hat dem Thema sogar eine Titelgeschichte gewidmet (Ich habe keinen Traum). Was hat Schlaf mit Wirtschaft zu tun? Jede Menge. Fachleute haben ausgerechnet, dass der deutschen Wirtschaft jährlich ca. 30 Milliarden Euro verloren gehen – durch chronische Schlaflosigkeit. Wer darunter leidet, ist reizbar, unmotiviert, ängstlich. Die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, ist eingeschränkt. Wir konzentrieren uns schlechter, können Informationen weniger gut verarbeiten und machen mehr Fehler. Alles keine Neuigkeiten.

Wenn Führungskräfte unter Schlafmangel leiden, wirkt sich das auf ihre Mitarbeitenden aus. Dazu gibt es wohl einige Studien. Sie wirken weniger inspirierend, das Verhältnis wird schlechter bewertet und es kommt häufiger zu Missverständnissen. Im Beitrag befragte Führungskräfte berichten vom Karussell im Kopf, das sich dreht, sobald sie aufwachen, von „nächtlichem Geschnatter“.


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Botschafter für guten Schlaf

Die Frage, die sich hier stellt, lautet: Sollten Arbeitgeber das Thema aufgreifen? Tatsächlich kümmern sich einige Unternehmen um die Nachruhe ihrer Mitarbeitenden, bei VW z.B. gibt es Schulungen für Werksärzte und Psychologen zu dem Thema, dazu Fragen zum Schlafverhalten in Check-ups und Veranstaltungen für Führungskräfte. Die Idee des Leiters Gesundheitswesen: „Jede unserer Führungskräfte soll ein Botschafter für guten Schlaf sein.“

Es folgen viele mehr oder weniger bekannte Tipps, für alle, die unter dem Problem leiden. Einen regelmäßigen Schlafrhythmus einhalten z.B. Ein Experte rät, sich den Wecker nicht morgens, sondern abends zu stellen: Er klingelt, wenn es Zeit wird, ins Bett zu gehen. Auch am Wochenende. Wie viel Schlaf benötigt der Mensch? Das ist unterschiedlich. Man kann es herausfinden, indem man gegen Ende eines Urlaubs darauf achtet, nach wie vielen Stunden man von allein aufwacht.

Entkatastrophisieren

Bewegung hilft, z.B. längere Spaziergänge. Sonnenlicht am Morgen. Kurze Auszeiten, immer mal wieder Pause machen. Kurzer Power-Nap am Mittag. Gesunde Ernährung, kein Kaffee mehr acht Stunden vor dem Schlafen, zwei Stunden vorher auch nicht mehr essen. Die Arbeit spätestens zwei Stunden vorher einstellen, Bildschirm aus. Und schließlich: Entwickeln Sie ein Einschlafritual. Einige Seiten lesen, drei Dinge aufzählen, wofür Sie an dem T…

Johannes Thönneßen

Dipl. Psychologe, Autor, Moderator, Mitglied eines genossenschaftlichen Wohnprojektes. Betreibt MWonline seit 1997. Schwerpunkt-Themen: Kommunikation, Führung und Personalentwicklung.

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